30.06.2016, 19:24 Uhr

Es ist echt traurig

Traurig, wie man mit Besitzrechten umgeht. Der Mittagskogel - einst gehörte er dem Prinzen von und zu Liechtenstein, der verkaufte den Berg an Baumeister Robert Rogner und der wiederum verschenkte den Berg an die Kärntner.
Verwirrend irgendwie, denn im Grunde gehört der Berg niemandem außer der Natur, also woher nehmen sich Leute das Recht heraus und sagen: "Mittels Kaufvertrag habe ich den Berg gekauft, also gehört er mir." Gesetzlich mag das legitim sein, moralisch aber höchst bedenklich, denn wie kann wer etwas sein Eigentum nennen, das man gar nicht aufgebaut hat?

Ein zweites Beispiel sind die Seen in Österreich - allesamt von der Natur geschaffen. Aber die Bundesforste und auch einige Private nennen es ihr Eigentum, obwohl sie gar keinen Beitrag dazu geleistet haben, dass diese Seen entstanden sind.
Dazu noch etwas: Die Blumeninsel in Pörtschach - wunderschöne Lage und sehr toller Lebensraum für Schlingnatter und Ringelnatter - wollte ich abends besuchen. Denn Schlangen haben nunmal die Angewohnheit, abends zu jagen. Und ich wollte welche fotografieren (denn ich liebe diese Tiere).
Das Promenadenbad in Pörtschach, wo der Zugang ist, war fest verschlossen. "Kein Badebetrieb" hat es geheißen, man darf nur hinein, wenn geöffnet ist. Ist eigentlich Teil der Natur, auch wenn durch einen menschlichen Fehler die Insel entstanden ist, so ist sie Teil der Natur und keiner darf sie besuchen, außer man zahlt dafür, weil sich wer als Besitzer dieses Naturjuwels darstellt. Es ist für mich und auch für viele Leute, die ich kenne, höchst fraglich, warum man das nicht einfach sein lässt und sagt: "Berge und Seen gehören der Menschheit und nicht einer Familie oder einer GmbH."
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Christa Posch aus Ottakring | 27.07.2016 | 21:25   Melden
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