09.03.2016, 07:42 Uhr

Neuer Obmann des Fußballvereines VSV spricht über Rettungspläne für den insolventen Verein

VILLACH (mw). Der VSV hat seit der Neuwahl am 29. Februar mit Josef Wirth einen neuen Präsidenten – und mit Herbert Rader einen neuen Obmann.
Aktuell läuft das eingereichte Gläubigerverfahren noch, doch der Vorstand ist
zuversichtlich. Die WOCHE hat vorab mit Obmann Rader über neu gesteckte Ziele und Pläne für den Verein gesprochen.

WOCHE: Was sind die geplanten ersten Schritte für den „neuen“ VSV?
Rader: Zuerst werden wir unsere verliehenen Spieler der Kampfmannschaft wieder anschreiben, um diese so schnell wie möglich zurückzuholen, damit wir im Herbst neu durchstarten können. Wir möchten Schritt für Schritt nach vorne gehen, jetzt auf keinen Fall vorschnell handeln
und eine starke Basis gründen, auf der wir aufbauen können. Wenn wir in fünf bis sechs Jahren wieder oben angekommen sind, denke ich, haben wir es
geschafft.

WOCHE: Wie sehen Sie die Chancen, dass die Spieler zurückkommen und nicht das Vertrauen in den VSV verloren haben?
Rader: Ich bin sehr zuversichtlich, denn einmal Blau-Weiß, immer
Blau-Weiß! Aber wir müssen auf jeden Fall neues Vertrauen aufbauen, nicht nur bei den Spielern, auch bei den Sponsoren. Vor allem auf die Stärke unseres Nachwuchses müssen wir vertrauen, der VSV hat es wirklich nicht nötig fremde
Spieler einzukaufen. Vertrauen, Ehrlichkeit und Transparenz bei der Arbeit im Verein stehen ab sofort im Vordergrund.

WOCHE: Wie soll diese Transparenz aussehen?
Rader: Der Verein soll wieder dahin, wo er einst war. Schulden sind ab sofort tabu. Geld wird nur in die Hand genommen, wenn es sich der Verein leisten kann. Und es soll für jedermann einsehbar sein, wofür finanzielle
Mittel verwendet wurden.

WOCHE: Was war Ihrer Meinung nach der Grund für den Abstieg des VSV?
Rader: Was hier die letzten Jahre beim VSV „geleistet“ wurde, ist meiner
Meinung nach grob fahrlässig. Falsches Wirtschaften, falsche Vereinsführung, der Bezug zur Region, zu Villach wurde komplett aus den Augen verloren. Seit der Fusionierung mit der Austria Klagenfurt ging es nur noch bergab.
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