Abriss
Bangen um das Tröpferlbad

Ein letztes Mal baden im Währinger Bad: Wie es aussieht, wird das Tröpferlbad mit Ende der Saison schließen.
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  • Foto: MA 44
  • hochgeladen von Lisa Kiesenhofer

Dass das Währinger Bad schließt, ist fix. Ob es abgerissen wird, oder nicht, wird derzeit geprüft.

WÄHRING. In den vergangenen Wochen gab es wieder einige Fälle, bei denen Gründerzeithäuser zum Teil oder völlig abgerissen wurden. Eine Novelle der Wiener Bauordnung sollte so das Verschwinden von geschichtsträchtigen Häusern verhindern. Dennoch passieren immer wieder Gesetzesverstöße. Der jüngste Fall ist der Abriss des Gasthof Sperl in der Karolinengasse auf der Wieden.

Auch in Währing gibt es ein Gebäude, das unter Schutz steht: Das Tröpferlbad in der Klostergasse. Derzeit hat das Bad noch geöffnet – wann endgültig Schluss ist, steht aber noch in den Sternen. "Wie es aussieht, wird die Entscheidung erst fallen, wenn die Verhandlungen zwischen der Stadt Wien und der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) abgeschlossen sind", heißt es seitens der Wiener Bäder.

Mehr Platz für Gymnasium

Mit den Verhandlungen ist konkret die Abwicklung der Eigentumsübergabe von der Stadt Wien an die BIG gemeint. Im Zuge dessen wird auch von der Magistratsabteilung 19 für Architektur und Stadtgestaltung geprüft, inwiefern das Gebäude zu schützen ist. "Wenn das Gebäude stadtbildrelevant ist, ist es zu schützen", so Bezirksvorsteher-Stellvertreter Robert Zöchling. Die BIG betreibt auch das angrenzende Gymnasium. "Das Bad wird künftig für die Schule in Verwendung sein – wie genau, wird man nach dem Entscheid der MA 19 sehen."

Novelle bietet mehr Schutz

Insgesamt kommt die neue Bauordnung im Bezirk gut an. "Ich finde, es hat sich einiges zum Positiven gewandt", so Zöchling. Besonders fortschrittlich findet er die Punkte der Ökologisierung und der geförderten Wohnfläche, die seit Dezember in Kraft sind. Seit 1. Juli gilt das Gesetz, dass Häuser, die vor dem 1. Jänner 1945 errichtet wurden, nicht mehr ohne ausdrückliche Genehmigung abgerissen werden dürfen. Davor war es mit einer beschleunigten Baugenehmigung noch möglich, Abrissarbeiten vor Erhalten des Bescheids auf eigene Verantwortung durchzuführen.

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