Döblinger Grüne wollen eine Begegnungszone in der Probusgasse

Hier parkt niemand mehr: Troll in der Probusgasse.

DÖBLING. Nicht gerade typisch für ihre Partei ist das Ziel, dass die Döblinger Bezirksgrünen in der Probusgasse verfolgen: Die Parkplätze sollen erhalten bleiben. Schon eher ihren Idealen entsprechend ist das Mittel, das dafür gewählt wird: eine Begegnungszone.

Der Hintergrund: Die Probusgasse ist sehr schmal. Trotzdem wurde über Jahre auf einer Seite geparkt, erzählt die Bezirksrätin der Grünen, Dorothea Troll, die hier wohnt: "Das wurde über Jahrzehnte geduldet, obwohl es eigentlich nicht legal ist. Doch jetzt ist alles anders: Seit einiger Zeit wird ständig gestraft. Niemand, der hier wohnt, parkt noch in der Gasse."

Markierte Stellplätze

Gemeinsam mit Anrainern möchte Troll darüber nachdenken, wie man die Gasse anders gestalten kann, sodass Parken wieder möglich wird. Die Grünen finden, dass man mit einer Begegnungszone am besten dran wäre. "So lange die Parkplätze markiert sind, ist es legal, das Auto dort abzustellen", so Troll. Zusätzlicher Nutzen: Die Autofahrer würden auf 20 Stundenkilometer eingebremst. Das sei insbesondere für den Kindergarten in der Gasse wichtig. "Seit mehr Platz ist, weil niemand mehr hier parkt, rasen die Autofahrer viel schneller durch", sagt Troll.

Den Antrag auf eine Begegnungszone wollen die Grünen in der nächsten Bezirksvertretungssitzung am Donnerstag, den 22. Juni, einbringen. Sie haben auch schon schätzen lassen, was ein Umbau kosten würde: etwa 1 Million Euro. Die müsste eigentlich der Bezirk bezahlen. Es wäre aber möglich, dass die Stadt für ein Projekt der Verkehrsberuhigung etwas aus der Gemeindekassa beisteuern würde, meint Troll.

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