"APA"-Turm
Österreichs größtes Wandgemälde steht mitten in Döbling
- Der "APA"-Turm trägt ab sofort Österreichs größtes Wandgemälde.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
In den vergangenen Wochen ist mitten in Döbling Österreichs größtes Wandgemälde entstanden. Es war zeitgleich der Startschuss für ein neues Stadtentwicklungsgebiet.
WIEN/DÖBLING. Nach über zwei Jahrzehnten des Leerstands kehrt neues Leben in das Areal rund um den ehemaligen "APA"-Turm in der Gunoldstraße zurück. Mit der feierlichen Enthüllung des Wandgemäldes "In Equality" wurde nun der Startschuss für eine umfassende Stadtentwicklung gegeben, die Kunst, Wohnraum und Bürgerbeteiligung miteinander verknüpfen soll.
Das 1.100 Quadratmeter große Werk des spanischen Künstlers Okuda San Miguel prägt nun weithin sichtbar die Westseite des 52 Meter hohen Turms. Jakob Kattner, Kurator von Calle Libre, beschreibt den Entstehungsprozess als komplexes "Ameisenhaufen"-Projekt, an dem rund zehn Personen direkt beteiligt waren.
Der Titel des Werks ist dabei Programm: "Wir wollen nicht zu viel vorgeben. 'United in Music' beim ESC ist bei uns United in Art“, so Kattner. Die abstrakten Geometrien laden die Bevölkerung dazu ein, den öffentlichen Raum aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Jeder kann sich selbst denken, was das Werk darstellt.
Transformation eines "schlafenden Riesen"
Das Gemälde markiert das Ende eines langjährigen Stillstands. Das Gelände, das lange brach lag, soll ein Stadtentwicklungsgebiet werden. Geplant ist die Schaffung von leistbarem Wohnraum – wobei zwei Drittel der Wohnungen gefördert sein sollen, wie Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) erklärt. Auch Büroflächen und großzügige Grünanlagen sind in der Planung.
- Jeder soll sich selbst denken, was das Gemälde darstellt.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) betont hier die Bedeutung einer offenen Planung. "Der Planungsprozess ist komplett offen, man wird sehen, was die Kolleginnen und Kollegen, die Profis auf diesem Gebiet sind, zusammenbringen“. In den kommenden ein bis zwei Jahren wird die konkrete Ausarbeitung des Quartiers erfolgen.
Bürgerbeteiligung im Fokus
Parallel zur künstlerischen Eröffnung startete auch ein Beteiligungsverfahren vor Ort. Interessierte können ihre Ideen direkt im Rahmen der kulturellen Zwischennutzung "Wild im West" einbringen oder die Online-Plattform der Stadt Wien nutzen. Ziel ist es, die bestehende Nachbarschaft in den Transformationsprozess einzubinden und ein lebendiges Zentrum im südlichen Teil der Muthgasse zu schaffen. Von den Menschen für die Menschen gewissermaßen.
Die Kosten für das Gemälde selbst waren 80.000 Euro. Die Hälfte zahlt die Stadt, die andere Hälfte die Buwog.
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