Greenpeace
Die Stadtstraße ist die schlimmste Bausünde in Wien
- Mit der neuen Initiative möchte Greenpeace auf schwindende Naturflächen aufmerksam machen.
- Foto: Matjaz Krivic
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Die Umweltorganisation Green Peace hat in einer Ausstellung im Wiener Museumsquartier die neun schlimmsten Bausünden in Österreich vorgestellt. In Wien ist die Wahl auf die Stadtstraße in der Donaustadt gefallen.
WIEN/ DONAUSTADT. Im Rahmen einer Ausstellung hat die Umweltorganisation Greenpeace im Wiener Museumsquartier neun Bauprojekte vorgestellt, die sich durch besondere Bausünden hervorgetan haben. Zu den „Gewinnerprojekten“ der Initiative „Österreichs 9 Betonschätze” gehört in Wien die Stadtstraße in der Donaustadt.
„Für gigantische Straßenprojekte, Fachmarktzentren und Gewerbegebiete werden Tag für Tag Österreichs fruchtbare Wiesen und Wälder zubetoniert. Gleichzeitig werden viele bereits versiegelte Flächen nicht oder nicht effizient genug genutzt, sondern weiterhin Boden verschwendet“, betont Greenpeace-Bodenschutzexpertin Melanie Ebner.
Über mehrere Wochen wurden 400 Bauprojekte eingereicht. Nach der Wahl der Fachjury haben über 20.000 Menschen am Publikumsvoting teilgenommen. Im Anschluss an die Ausstellung im Wiener Museumsquartier werden Betonschatz-Trophäen an die Verantwortlichen der jeweiligen Bauprojekte gesendet. „Es wurden lange genug wertvolle Natur- und Ackerflächen zerstört – Österreich hat die Nase voll von sinnlosem Zubetonieren und Asphaltieren“, so Ebner über das Vorhaben.
Gewinner: Die Stadtstraße
In Wien darf sich das Projekt der Stadtstraße in der Donaustadt über diesen unvorteilhaften Preis „freuen“. Das Projekt gilt seit Jahren vor allem von Seiten der Umweltschützerinnen und -schützer als sehr umstritten. Doch auch Expertinnen und Experten standen in der Vergangenheit dem Infrastruktur-Projekt mit Skepsis gegenüber. Auch, weil natürlicher Boden verloren ginge.
- Die Stadtstraße in der Donaustadt ist der "Sieger" in Wien.
- Foto: Matjaz Krivic
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
„Die Initiative ‚Österreichs 9 Betonschätze‘ von Greenpeace ist eine Erinnerung an Österreich, sorgsam mit unseren Böden umzugehen. Wir müssen Verantwortung für die Zukunft tragen und daher Nachhaltigkeit in den Fokus von Bodenpolitik und Bauwirtschaft stellen“, betont daher auch Daniel Fügenschuh, Präsident der Bundeskammer der Ziviltechnikerinnen und -Techniker.
Greenpeace fordert die Landesregierungen daher auf, Maßnahmen gegen den übermäßigen Bodenverbrauch zu ergreifen. Dazu zählen quantitative Grenzwerte, um den Bodenverbrauch einzudämmen, oder etwa Flächenrecycling.
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