GeoTief Wien
Die Wärmeenergie der Zukunft

Peter Keglovic (Projektleiter GeoTief), Gudrun Senk (Geschäftsbereichsleiterin Neue Energien) und Karl Gruber (Geschäftsführer Wien Energie) zeigen das Aderklaaer Konglomerat.
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  • Peter Keglovic (Projektleiter GeoTief), Gudrun Senk (Geschäftsbereichsleiterin Neue Energien) und Karl Gruber (Geschäftsführer Wien Energie) zeigen das Aderklaaer Konglomerat.
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Wien Energie erforscht die Geothermie unter Wien; damit wird eine nachhaltige Wärmeversorgung möglich.

WIEN/DONAUSTADT. Um die Wärmeversorgung der Wiener Haushalte klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten, forscht Wien Energie an erneuerbaren Wärmequellen. Ein Potentialgebiet, das von der Donaustadt bis Simmering reicht, soll bis zu 120 Megawatt thermische Leistung erbringen. Nun scheinen Probebohrungen die Vermutungen zu bestätigen. Mit dem Projekt GeoTief wird seit 2016 der geologische Untergrund gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und Industrie erforscht.

„Der erste Schritt war ein geologisches 3D-Modell, das durch seismische Untersuchungen mit Rüttel-Lkws im Osten Wiens durchgeführt wurden“, erklärt Karl Gruber, Geschäftsführer Wien Energie. Das Modell zeigt die verschiedenen Gesteinsschichten und geologischen Störzonen. Dabei konnte ein vielversprechendes Heißwasservorkommen – das Aderklaaer Konglomerat – entdeckt werden. Forschungstests in Essling untersuchen das Konglomerat näher.

Das Wasser aus 2,7 km Tiefe hat rund 85 Grad.
  • Das Wasser aus 2,7 km Tiefe hat rund 85 Grad.
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Probebohrungen zur Bestätigung

Beim praktischen Forschungstest werden am ehemaligen Erkundungsbohrplatz Bohrungen durchgeführt, um Informationen zu den Gesteinseigenschaften oder die chemische Zusammensetzung des Thermalwassers zu erhalten. „Es werden keine weiteren Bohrungen durchgeführt. Bei den Probebohrungen wird ein mobiler Kran und drei Wasserbecken errichtet, die nach Abschluss der Arbeiten vollständig abgebaut werden“, so Peter Keglovic, Projektleiter von GeoTief.

Das Wasser aus 2,7 Kilometer Tiefe hat rund 85 Grad.
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In einer Tiefe von 2.700 Meter ist das Team auf Wasser mit einer Temperatur von rund 85 Grad gestoßen. Eine Pumpe fördert das Wasser in die Wasserbecken. Während das Wasser der Versuchsreihe anschließend in das Netz von Wien Kanal zugeführt wird, sieht die endgültige Nutzung als Wärmespender ein Kreislaufsystem vor. Gruber meint dazu: „Das Wasser wird nicht verbraucht, sondern die Wärme wird über Wärmetauscher und Wärmepumpen genutzt und das Wasser wieder zurückgeführt. Im Erdinneren wärmt es sich durch die vorhandene Erdwärme wieder auf, sodass die Wärmeversorgung nachhaltig ist.“

Zeitplan für die Wärmeversorgung

Die aktuellen Tests sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Mit 2022 kann Wien Energie auf der Datengrundlage das weitere Vorgehen entscheiden. „Nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung soll in der ersten Etappe ab 2030 Wärme für 125.000 Wohnungen vorhanden sein“, erklärt Gruber. Das Potential scheint jedoch weitaus größer als nach den ersten seismischen Abschätzung zu sein. „Das Wasser ist 20 Millionen Jahre alt und soll die Wärmequelle der Zukunft sein“, so Keglovic.

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