Donaustadt
Fertigstellung der Stadtstraße verzögert sich wegen Teuerung
- Die Wiener Stadtstraße wird wohl nicht so schnell fertig.
- Foto: Karl Schöndorfer / picturedesk.com
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Die Fertigstellung des nicht unumstrittenen Bauvorhabens der Stadt Wien, die Stadtstraße in der Donaustadt, wird sich laut Behörden wohl verzögern. Geplant war eine Inbetriebnahme der 3,3 Kilometer langen Strecke mit Ende 2026.
WIEN/DONAUSTADT. Es ist eines der aktuell größten Projekte der Stadt Wien: die Stadtstraße Aspern. Diese wird derzeit von Hirschstetten nach Seestadt West gebaut. Die Straße verbindet die A23-Südosttangente (Anschlussstelle Hirschstetten) mit der S1-Spange Seestadt Aspern, soll den Durchzugsverkehr aus den Siedlungsgebieten abziehen und durch die Entlastung die "Lebensqualität in Ortskernen wie Hirschstetten, Stadlau und Breitenlee deutlich verbessern helfen", steht es auf der Website der Stadt Wien.
Wie Stadtstraßen-Sprecher Herwig Keppel gegenüber Radio Wien bestätigt, kommt es beim Bauvorhaben zu Verzögerungen. Die angepeilte Fertigstellung Ende 2026 sei fraglich. Grund für die Verzögerungen seien laut Keppel einerseits Lieferengpässe, andererseits die Teuerung.
Ein Drittel fertig
Aktuell sei etwa ein Drittel der Bauarbeiten aber schon abgeschlossen. Noch dieses Jahr soll die erste Teilstrecke fertiggestellt werden. Diese verläuft zwischen der Anschlussstelle Hirschstetten und der Süßenbrunner Straße. Wegen der Arbeiten wurde eine Umfahrung über die Franz-Fellner-Gasse eingerichtet. Im Sommer 2025 ist die Süßenbrunner Straße laut Stadt Wien wieder befahrbar.
- Lieferengpässe und Teuerung seien verantwortlich für die Bauverzögerung.
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Weiter gebaut wird auch an zwei Tunneln. Einer in unmittelbarer Nähe der Blumengärten Hirschstetten im Bereich der Emichgasse, der andere im Bereich der Hausfeldstraße. Beide Tunnel sollen im nächsten Jahr fertiggestellt werden. In den Semesterferien wurden hier die ÖBB-Hilfsbrücken, die den Zugverkehr trotz der Tunnelbauarbeiten möglich machten, wieder abgebaut.
Umstrittenes Projekt
Laut ursprünglichem Plan soll die Stadtstraße ab 2026 auf einer Länge von 3,3 Kilometern die Südosttangente mit der Seestadt verbinden. Etwa die Hälfte der Stadtstraße wird untertunnelt verlaufen. Weitere Straßenbereiche werden zwei bis drei Meter tiefergelegt. Auf der ganzen Strecke gilt Tempo 50.
- Vor allem Umweltschützer kritisieren das Straßenbauvorhaben der Stadt. Hier eine Protestaktion aus dem vergangenen Jahr in der Donaustadt.
- Foto: System Change not Climate Change
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Das Donaustädter Straßenbauprojekt ist nicht ganz unumstritten. So stehen vor allem Umweltschützerinnen und -schützer auf Kriegsfuß mit dem geplanten Vorhaben. Auch Expertinnen und Experten standen in der Vergangenheit dem Infrastrukur-Projekt mit Skepsis gegenüber. So würde der Bau über Jahrzehnte hinweg zu einem höheren CO2-Ausstoß führen, meinte etwa Helga Kromp-Kolb, emeritierte Professorin am Institut für Meteorologie und Klimatologie an der Universität für Bodenkultur (Boku).
Hermann Knoflacher, emeritierter Professor am Institut für Verkehrswissenschaften an der TU Wien verwies etwa auf Alternativen. So plädierte der Verkehrsexperte, der in der Vergangenheit auch Kritik am geplanten Lobautunnel übte, stattdessen für eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und Maßnahmen für den Rad- und Fußgängerverkehr.
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