14.11.2016, 13:23 Uhr

Stadlau: Parkplatznot durch Baustellen

Sabine Gautier in der engen Hans-Steger-Gasse: "Seit einem Jahr wird hier gearbeitet und es ist noch immer kein Ende in Sicht."

Wechselnde Baustellen entlang der Stadlauer Straße nehmen wichtige Parkplätze weg. Autofahrer wehren sich.

DONAUSTADT. Die Stadt wächst, das bekommt vor allem die Donaustadt als einer der bevölkerungsreichsten Bezirke Wiens zu spüren. Nicht nur in den weniger dicht besiedelten Bezirks-teilen Essling und Breitenlee gibt es zahllose Neubauprojekte, auch in den alten Ortskernen wird fleißig weggerissen und hochgezogen.

Ein Hotspot ist dabei aktuell die Stadlauer Straße zwischen Erzherzog-Karl-Straße und Langobardenstraße samt ihren nach Osten abgehenden Nebenstraßen.
Nicht nur die Lärmbelästigung ist dabei für die Anrainer ein Problem. Durch die Halteverbotszonen vor den Baustellen wird auch die Parkplatzsuche immer nervenaufreibender.


Kindergarten ohne Parkplatz

Sabine Gautier ärgert sich jeden Tag, wenn sie ihren dreijährigen Sohn nach Stadlau in den Kindergarten bringt. Da sie aus Essling anreist und noch ein kleineres Kind hat, sei die Autofahrt eine Notwendigkeit, betont sie. Seit mittlerweile einem Jahr sieht sie sich dabei mit der dürftigen Parkplatzsituation konfrontiert. "Alle paar Monate verschiebt sich das Problem zu einer anderen Baustelle oder weitet sich im schlimmsten Fall aus", so Gautier. Gerade in dem Grätzel befinden sich gleich drei Kindergärten, das Bringen und Abholen der Kleinsten stellt dabei viele motorisierte Eltern auf eine Geduldsprobe. "Es sind zu viele Baustellen auf einmal in dem Gebiet, das muss doch jemand koordinieren?!", wundert sich Gautier.

Baustellenkoordination

Für die temporären Halteverbote an Baustellen ist die MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten – zuständig. Bevor eine Baustelle genehmigt werde, gebe es eine Verkehrsverhandlung, in der Verkehrsmaßnahmen abgestimmt würden, so Iris Wrana von der MA 46. "Dabei sind der Bezirk als Anrainervertretung, der Straßenerhalter, die Polizei, Bürgerdienst, Wirtschaftskammer und andere einbezogen. Einschränkungen durch beispielsweise Halteverbote werden auf das Nötigste minimiert", versichert Wrana. Zusätzlich seien die Verkehrsmaßnahmen auf den jeweiligen Bedarf einer Baustelleneinrichtung abgestimmt und würden im Falle mehrerer Bauphasen entsprechend angepasst.
Auch der Bezirk betont, dass darauf gedrängt werde, die Zeiträume solcher Genehmigungen möglichst knapp zu bemessen. Außerdem versuche man, die Abstellflächen für die Baustellen klein zu halten. "Baustellen und deren Lagerflächen werden durch die Baustellenkoordination der Stadt Wien kontrolliert. Die Anrainer können sich aber auch jederzeit selbst aktiv mit Hinweisen an das Bezirksamt wenden", heißt es aus der Bezirksvorstehung.
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