Reicher als reich?
Vermögen in Fußgängerzone Eisenstadt vermessen
- Bei einer Aktion der AK-Burgenland und Attac Burgenland wurde das Vermögen der reichsten Österreicherinnen und Österreicher vermessen.
- Foto: AKB
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Die Fußgängerzone in Eisenstadt war kürzlich Schauplatz einer gemeinsamen Aktion von Attac und der AK-Burgenland, bei der das Vermögen der österreichischen Milliardärinnen und Milliadäre vermessen und gleichzeitig bei Passantinnen und Passanten nachgefragt wurde, wofür zusätzliche Steuern aus Vermögen verwendet werden sollen.
EISENSTADT. Eine gemeinsame Aktion von Attac und Ak-Burgenland wurde in der Fußgängerzone Eisenstadt umgesetzt. Das Vermögen der österreichischen Milliardärinnen und Milliardäre wurde bildhaft vermessen. Laut AK-Burgenland besitzen die reichsten 100 Österreicherinnen und Österreicher etwa 210 Milliarden Euro. Das sind rund 11,1 Prozent des gesamten Nettovermögens aller heimischen Haushalte. Noch nie gab es so viele Milliardärinnen und Milliardäre in Österreich. Es sind insgesamt 51. AK-Expertin Gabi Tremmel-Yakali gibt hinsichtlich der Zahlen zu bedenken: "Mit dieser extrem ungleichen Verteilung und Konzentration von Vermögen geht auch die Konzentration von Macht und Einfluss einher. Das gefährdet nachweislich unsere Demokratie."
- Passantinnen und Passanten wurden befragt.
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Investitionen in Sozialstaat benötigt
Gleichzeitig werden, obgleich großer Herausforderungen für die Gesellschaft, mehr Investitionen und Gelder für soziale Bereiche benötigt. Daher fragte man vonseiten der AK-Burgenland und Attac während der Aktion auch bei Passantinnen und Passanten nach, wofür zusätzliche Steuereinnahmen verwendet werden sollten. Das Ergebnis: Die Burgenländerinnen und Burgenländer würden mit den Einnahmen aus Vermögenssteuern die Kinderarmut abschaffen, die Pflege absichern und die Gesundheitsversorgung ausbauen.
Brigitte Weber, Sprecherin Attac Burgenland dazu: "Die Vermögenskonzentration in Österreich ist wesentlich höher als in anderen westeuropäischen Ländern. Attac-Berechnungen zeigen, dass sich das Vermögen österreichischer Milliardärinnen und Milliardäre alle sieben Jahre verdoppelt. Ein wesentlicher Grund dafür sind die niedrigen vermögensbezogenen Steuern."
Das zu ändern, wäre eine wesentliche Voraussetzung, um den Sozialstaat aufrechterhalten zu können, erklärt Weber.
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