29.06.2017, 17:22 Uhr

Wann der Alkoholkonsum zum Problem wird

Die Harmlosigkeitsgrenze bezieht sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Alkoholmenge, bis zu der ein Konsum als körperlich bedenkenlos eingestuft werden kann. Als risikoarmer Konsum für Männer gilt ein täglicher durchschnittlicher Konsum von 24 Gramm (bzw. für Frauen 16 Gramm) Alkohol, also rund 0,6 Liter (0,4 Liter) Bier pro Tag. Abgesehen von der Menge gilt Alkoholtrinken dann als risikoarm, wenn situationsangepasst getrunken wird.


Problematischer Kosnum

Als Grenze für problematischen Konsum wird für Männer ein Wert von 60 Gramm Alkohol pro Tag angegeben, für Frauen 40 Gramm. Das entspricht 1,5 Liter Bier (bzw. 1 Liter) täglich. Alkoholgebrauch in unangebrachten Situationen wird neben episodischem Rauschtrinken zu den problematischen Konsummustern gezählt. 

Übergang ist fließend

Der Übergang von einem problematischen zu einem abhängigen Konsum ist fließend, wobei für die Entwicklung einer Alkoholsucht nicht allein die Menge, sondern weitere von der WHO festgelegte Diagnosekriterien zählen. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit und laut Definition zählen zu den Kriterien des Abhängigkeitssyndroms einerseits der starke Wunsch Alkohol zu konsumieren, andererseits die verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Alkoholkonsums. Als weiteres Kriterium gilt das Auftreten von Entzugssymptomen, wobei zwischen einem körperlichen Entzugssyndrom (wie Zittern, Schwitzen und Schlaflosigkeit, Übelkeit, Erbrechen), und auch psychischen Entzugserscheinungen (wie Schlafstörungen, Angstzuständen, innere Unruhe und depressive Verstimmungen) unterschieden wird. Trinkt ein Alkoholiker keinen Alkohol, kommt es nach ca. vier bis zwölf Stunden zum Alkoholentzugssyndrom.
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