Lesermeinungen
Für Floridsdorfer lärmt der Verkehr an vielen Ecken des Bezirks zu laut
- Autolärm geht einigen Floridsdorfern am meisten auf die Nerven, wenn es um das Thema Lärmbelästigung geht. (Symbolfoto)
- Foto: Spitzi/Panthermedia
- hochgeladen von Luca Arztmann
MeinBezirk hat nachgefragt, wo der Lärm im Bezirk am meisten auf die Ohren drückt. Ein Thema kam dabei oft als Antwort. Autolärm stört in Floridsdorf viele Bewohnerinnen und Bewohner.
WIEN/FLORIDSDORF. Lärm ist ein Gesundheitsthema. Laute Geräusche ab etwa 85 Dezibel können die Gehörgänge, aber auch Haarzellen im Ohr schädigen. Entscheidend ist die Dauer der Lärmbelastung. Nicht jede Floridsdorferin und jeder Floridsdorfer kann sich darüber freuen, in einer ruhigen Nachbarschaft zu leben.
In den vergangenen Wochen haben wir unsere Leserinnen und Leser gefragt, wo es ihnen im Bezirk zu laut ist. Ein Thema kam regelmäßig zur Sprache. Lärmfaktor Nummer eins scheint der Verkehr im Bezirk zu sein.
Lärm bei Einkaufscentern
Herr Mayer, der in der Nähe des Einkaufscenters Citygate wohnt, berichtet von einer täglichen Zerreißprobe in der Wagramer Straße. "Zusätzlich reißen uns der starke Lkw‑Verkehr bereits ab sehr früher Stunde, oft schon vor 5 Uhr morgens, aus dem Schlaf", meint er. Laut Mayer unternehme der Bezirk in dieser Sache zu wenig, weshalb er unter anderem mehr Tempokontrollen und mehr Kontrollen von getunten Fahrzeugen fordert.
- Ein Floridsdorfer fordert mehr Kontrollen gegen getunte Fahrzeuge in der Wagramer Straße. (Symbolfoto)
- Foto: Bernhard Knaus
- hochgeladen von Michael Marbacher
Von ähnlichen Problemen berichtet Frau Holzmaier. Sie wohnt in der Nähe des Einkaufszentrums C21 in der Prager Straße. "Da das Einkaufszentrum im Gegensatz zu den umliegenden Parkflächen über keine Schrankenanlage verfügt, wird der Parkplatz insbesondere in den Abend- und Nachtstunden regelmäßig zum Treffpunkt für Jugendliche und Autofahrer", erzählt sie. Laut ihr kommt es häufig zu illegalen Autorennen, aufheulenden Motoren und anderen Formen der Ruhestörung.
"Wir Anrainer haben die Vorfälle bereits im vergangenen Jahr mehrmals sowohl telefonisch als auch schriftlich gemeldet. Dennoch scheint keine nachhaltige Lösung gefunden zu werden", berichtet die Anrainerin weiter. Sie fühlt sich mit ihren Sorgen im Stich gelassen, weshalb sie nun plant, in der Nachbarschaft Unterschriften zu sammeln, um das Problem sichtbar zu machen.
Heulende Motoren gegen Lebensqualität
Aber auch abseits der großen Straßen im Bezirk ist der Verkehrslärm ein Problem: Herr und Frau Schiller leben in der Dopschstraße in der Großfeldsiedlung. Sie meinen, dass die Straße in den vergangenen Jahren zu einer Durchzugsstraße geworden ist. Der Grund dafür ist für sie einfach zu erklären: "Wenige Autofahrer halten sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h im Stadtgebiet. Man sieht aber kaum Polizei, die Kontrollen durchführt, oder Radaranzeigen, die sicherlich auch einen psychologischen Effekt erzielen würden." In den vergangenen Jahren habe sich die Lebensqualität der Familie aufgrund des Lärms verschlechtert.
- Die Dopschstraße ist breit genug für Raser.
- Foto: Privat
- hochgeladen von Michael Marbacher
Herrn Salchenegger drückt die Rappgasse als Verbindung zwischen der Prager Straße und der Koloniestraße am meisten auf die Ohren. Laut ihm wird die Gasse als Verbindung, nicht als Zufahrtsgasse genutzt. Das Ergebnis sei lauter Verkehrslärm, auch in den Abendstunden. "Nachts ist ein gekipptes Fenster oder eine geöffnete Balkontür für Menschen mit leichtem Schlaf beinahe unmöglich", berichtet der Floridsdorfer. Laut ihm wäre es sinnvoll, die Straße nur für den Anrainerverkehr passierbar zu machen.
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