Sagen und Legenden aus Gänserndorf
Das Wassermandl von der March
- Man sollte sich als beseeltes Wesen nicht zu nah an das Ufer trauen.
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In mittelalterlichen Naturbüchern wurde ebenso von ihnen geschrieben, wie sie in volkstümlichen Überlieferungen vorkommen. Die Rede ist von Wassergeistern/-wesen, die entweder betören oder Kinder rauben.
BEZIRK. Die Naturlehre des Paracelsus enthält auch Ausführungen über Elementargeister, welche dem göttlichen Plan folgten, wenn sie sich zeigen. Sie würden sich nämlich nach der Seele sehnen, die den Menschen innewohnt. Eine Verschmelzung sei somit nicht Sünde, sondern göttlicher Plan.
Von Nixen und Sirenen
Ein Nöck ist das männliche Pendant zu Nixen und Sirenen, die ursprünglich mit Fischschwänzen und Vogelleibern dargestellt wurden. Heinrich Heine verweist auf den Inbegriff des Fremdartigen. Und trotzdem sind sie kulturübergreifend seit der Antike in den Überlieferungen verankert.
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Sie betören mit ihren Stimmen, ebenso wie sie meist mit (häufig purpurnen) Bändern und Blumen erscheinen.
Wir haben es bei der vorliegenden Sage mit einem solchen grünen Nöck zu tun, mit Schuppen am Leib und Flachshaar.
S'Wassermandl von der March
Das Wassermandl zog die Schwester eines Knaben mit den bunten Bändern in das Wasser, als diese keinen Halt mehr hatte. Der Knabe betete fortan, man möge ihm seine Schwester wieder zeigen, bis ihm eines Tages der Heilige Nikolaus erschien. Dieser gab ihm den Rat, sich dicht ans Ufer zu legen und zu lauschen. Er machte, wie ihm geheißen. Und tatsächlich: grüne Wassermännchen erschienen, welche auf einem himmelblauen Bett seine Schwester trugen. Als er diese jedoch rief, verblasste das Bild wieder, bis es verschwand. Die March wurde wieder ruhig, die goldenen Ringlein im Wasser verschwanden und bloß der Wind strich noch durch das Schilf.
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So bleibt das Wassermandl eine Gestalt zwischen Furcht und Verheißung, Sinnbild jener geheimnisvollen Macht des Wassers, das zugleich Leben spendet und verschlingt.
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