Konflikt zwischen Gemeinde und Unternehmer
Lama-Ranch Drösing steht vor Abriss

Lukas Bernhart arbeitet, seit er zwölf Jahre alt ist, mit Lamas und Alpakas
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DRÖSING. Wohin auf einmal mit zwölf Lamas und Alpakas? Lukas Bernhart aus Drösing, Besitzer der Lama-Alpakaranch Bernhart, ist verzweifelt. Seit 15. Juni hält er den Abrissbescheid für seinen Stall in Händen, sucht nach einer Lösung und bemüht sich währenddessen bei Bürgermeister Josef Kohl um Aufschub.
Der Stall wurde vor sieben Jahren von Lukas Bernharts mittlerweile verstorbenem Vater errichtet und war bisher von der Gemeinde geduldet worden. Allerdings ist die Grundfläche als "Grünland" gewidmet und das Gebäude dürfte hier nur stehen, wenn der Grundbesitzer beziehungsweise Pächter einen landwirtschaftlichen Betrieb führen würde.

Bitte um Aufschub

Lukas entwickelte mit zwölf Jahren seine Begeisterung für die südamerikanischen Exoten und erwarb 2013 seine erste Lama-Stute, 2014 wurde der Stall errichtet und danach die Lama-Alpakafarm Schritt für Schritt erweitert. Der 20-Jährige ist Absolvent der landwirtschaftlichen Fachschule und hat zudem kürzlich seine Ausbildung zum Tierpfleger abgeschlossen. Die Voraussetzungen sind also vorhanden ... fast. "Um einen Betrieb anzumelden, brauche ich mindestens zwei Hektar Grund und ein Betriebskonzept. Ich bin gerade dabei, alles Notwendige in die Wege zu leiten, brauche aber ein bisschen Zeit und der Abriss ist per 30. September vorgeschrieben. Das ist zu kurz", meint Bernhart. Der junge Mann will einen Kredit aufnehmen, um das gepachtete Grundstück, auf  dem sich die Ranch und der Stall befinden, kaufen kann.
Bürgermeister Kohl beharrt auf die Einhaltung der Fristen: "Die Bauten von Herrn Bernhart sind rechtswidrig im Grünland errichtet worden und können deshalb von der Baubehörde nicht genehmigt werden. Die Gemeinde ist in so einem Fall gesetzlich verpflichtet einen Abrissbescheid auszustellen und hat hier leider keinen Ermessensspielraum."
Aktiv geworden war man, weil Bernhart im Vorjahr auf dem Gelände ein neues Heulager errichten hatte wollen. Bei der Bauverhandlung im Dezember 2020 hatte ein Bausachverständiger die falsche Widmung beanstandet und festgestellt, dass sowohl das neue Heulager als auch der sieben Jahre alte Stall abzureißen sei. "Herr Bernhart hätte zuerst einen Antrag stellen und danach bauen sollen, nicht umgekehrt", macht Kohl klar.

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