Bona Terra in Deutsch-Wagram
Bio für zehn Millarden Menschen

Die Friedrichs stehen für Landwirtschaft als Beitrag zum Klimaschutz. Ernst, Ute und Ernst jun.
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DEUTSCH-WAGRAM (up). Seine Idee ist, mit der Landwirtschaft ein Stück zum Klimaschutz beizutragen, der Weg dahin lautet in zwei Worten: Gute Erde. Ernst Friedrich, seine Ehefrau Ute und Martin Zehetbauer führen drei landwirtschaftliche Betriebe und arbeiten gemeinsam unter dem Namen "Bona Terra" - gute Erde.
Im Mittelpunkt von Friedrichs Überlegung steht die Bodengesundheit und er ist überzeugt: "Wir müssen den Boden lenken, sodass er Humus aufbaut. Nur bei höchster Güte der Erde kommen geschmacklich gehaltvolle Produkte raus." Dass dies nur mit Bio-Landwirtschaft funktioniert, ist selbstredend, schon 2001 stellte Ernst Friedrich den großelterlichen Hof in Deutsch-Wagram auf Bio-Betrieb um.

Weg mit den Fleischmassen

"Ja es ist möglich, zehn Milliarden Menschen biologisch zu ernähren." Friedrichs Überzeugung klingt radikal und sie hat einen Haken, denn der Deutsch-Wagramer schränkt ein: "Mit dem derzeitigen Fleischkonsum der Europäer und US-Amerikaner funktioniert das nicht." Wir müssten also unsere Ernährungsgewohnheiten ändern. Eine Erkenntnis, die seit wenigen Jahren durch Studien belegt wurde. Tatsächlich könnten weltweit genug Lebensmittel auf der gleichen Fläche produziert werden, um alle Menschen statt zu bekommen, würde man im Westen den Fleischkonsum auf ein gesundes Maß senken und weniger Lebensmittel wegwerfen.
36 Prozent des Eiweißkraftfutters für die Tierhaltung, hauptsächlich Soja, importieren dem dafür niedergebrannten Regenwald. Der Schlüssel zum Umstieg auf klimaverträgliche, vermutlich damit auch gesündere Ernährung ist ein gemeinsames Umdenken von Handel, Landwirtschaft und Konsument. "Alle drei haben ihren Part, aber das Umdenken ist für viele schwierig, denn wir Europäer sehen den Regenwald nicht brennen. Es brennt eben nicht vor unserer Haustür", meint Friedrich.
20 Prozent der in Österreich produzierten landwirtschaftlichen Produkte sind bio - aber nur zehn Prozent der Lebensmittel, die wir einkaufen. Der Rest muss exportiert werden.
Friedrich rechnet vor: "Österreichische Konsumenten geben durchschnittlich zehn Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus und somit ein Prozent für Bioprodukte. Würden die Konsumenten alle österreichischen Bioprodukte kaufen, würden sie - angesichts der Tatsache, dass Bio im Handel im Durchschnitt ein Drittel teurer als konventionelle Lebensmittel ist - von einem Prozent ihres Einkommens 0,3 Prozentpunkte mehr ausgeben."
Ist der Umstieg auf vegetarische Ernährung also unsere einzige Chance? Friedrich bleibt pragmatisch: "Vegetarische Ernährung ist für mich keine Religion und mit Verboten erreichen wir nichts. Aber jeder einzelne ist dringend eingeladen, sein Konsumverhalten zu überdenken, das ist ein guter Anfang.““

Bona Terra

Der Deutsch-Wagramer Ernst Friedrich ist Absolvent des Francisco Josephinum Wieselburg, absolvierte in den Jahren 1991 bis 2000 Praktika in Holland und der Schweiz, wo der Anstoß zum Wechsel auf Bio-Landwirtschaft sowie zur Errichtung des ersten Windrads im Marchfeld gegeben wurde. Bona Terra experimentiert mit neuen Gemüsesorten wie Yaconwurzel und Edamame und bietet 100 Erdäpfel-Sorten an.

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