23.03.2017, 16:08 Uhr

Großstadtprobleme in der Vorstadt

Andreas Bánfalvi und William Castillon mit "ihren" Jugendlichen.

Gänserndorfs Jugend sucht ihren Platz und findet ihn im Young Fox.

GÄNSERNDORF. Hinter den Fassaden des Kleinstadtidylls ist nicht alles so rosig wie es auf den ersten Blick scheint. Gänserndorf wächst und damit auch seine Probleme. Immer wieder werden Klagen laut über Vandalismus, Lärmbelästigung, Verschmutzung von Spielplätzen. Die Schuldigen sind rasch gefunden: die Jugendlichen.

12 Stunden pro Woche

An drei Tagen in der Woche bietet das Young Fox eine Anlaufstelle für Jugendliche. Zu wenig finden die Nutzer. Bis zu 70 Kontakten kann das Team innerhalb der vierstündigen Öffnungszeit verzeichnen. Der neue Standort in der Bahnstraße brachte auch einen massiven Anstieg der Besucherfrequenz.

Mehr Angebot

Neben Unterstützung bei der Lehrstellensuche, Suchtprävention ist auch Gewalt, und vor allem die Vermeidung selbiger, ein Thema. Aktuell kämpft die Stadt gegen eine Gruppenbildung unter den Jugendlichen. "Es kann nicht sein, dass Burschen und Mädchen ein ungutes Gefühl haben, wenn sie auf der Bahnstraße spazieren gehen", warnt auch Walter Rabenseifner, Jugendbeauftrager der Polizeidienststelle Gänserndorf. Er arbeitet eng mit den Betreuern im Jugendzentrum zusammen.
Während der Öffnungszeiten kann man Situationen, die sich aufschaukeln, aktiv entgegentreten. "Die präventiven Gespräche tragen ihre Wirkung. Da verändert sich etwas", ist sich Andreas Bánfalvi sicher, positiv auf die Jugendlichen einwirken zu können.

ZUM VERGLEICH

In Wolkersdorf investierte die Gemeinde 1,5 Millionen Euro für das Jugendzentrum Outback. Geöffnet es jeweils von Dienstag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr. Bei Veranstaltungen am Wochenende auch von 20 bis 2 Uhr morgens.
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