13.04.2018, 11:24 Uhr

Neues Buch: 100 Jahre Republik: Schloss Eckartsau – das letzte Schloss des Kaisers in der Wildnis

Buchpräsentation im Barockschloss: Moderator Karl Hohenlohe, Oliver Rathkolb, Universität Wien, ssowie Rudolf Freidhager und Gerald Oitzinger von den Bundesforsten.

Brandstätter Verlag und Bundesforste bringen Bildband über letzten Aufenthaltsort der Kaiserfamilie in den Donauauen heraus – Vor 100 Jahren Schauplatz der Weltgeschichte, heute verborgenes Kleinod in der Wildnis.

ECKARTSAU. "Das waren noch Zeiten, als die Chefs vorne in der Schlacht waren", verweist Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste, auf das Bild von Rudolf von Habsburg vor dem Leichnam von Ottokar bei der Schlacht von Jedenspeigen 1278.
Der Bildband mit aufsehenerregenden Fotos zeigt die Schönheiten des vergessenen Barockjuwels Schloss Eckartsau, das heute als Geheimtipp unter den Ausflugszielen zwischen Wien und Bratislava gilt. „Der Name des Schlosses ist mit vielen prominenten Persönlichkeiten wie Kaiserin Maria Theresia oder Erzherzog Franz Ferdinand verbunden“, weiß Verleger Nikolas Brandstätter, „das Buch erzählt zum ersten Mal die spannende Geschichte dieser prachtvollen Anlage von den Anfängen an.“ Unter dem Titel „Schloss Eckartsau – Schicksalsschloss in der Wildnis“ wurde das Buch dieser Tage vorgestellt und ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.
Das letzte Kapitel der Donaumonarchie wurde in den Räumen eines Jagdschlosses geschrieben, das mitten in den Donauauen zwischen Wien und Bratislava liegt: Schloss Eckartsau. Hier fand Kaiser Karl I. im Jahr 1918 seine letzte Zufluchtsstätte vor dem Exil, hier unterzeichnete er die Verzichtserklärung für die ungarische Reichshälfte. Der Christian Brandstätter Verlag und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) bringen anlässlich des Gedenkjahres „100 Jahre Republik“ nun das erste Buch über dieses verborgene Kleinod in der Wildnis heraus. „Mit Rudolf I. und der Schlacht bei Dürnkrut begann der Aufstieg der Habsburger, mehr als 600 Jahre später ging die Ära der Donaumonarchie unter Karl I. in Schloss Eckartsau für immer zu Ende“, unterstreicht Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste, die historische Bedeutung des ehemaligen Jagdschlosses im Marchfeld, da heute in der Obhut der Bundesforste steht. „In den Novembertagen des Jahres 1918 wurde im Schloss Geschichte geschrieben, Eckartsau wurde zum Schauplatz der Weltgeschichte.“
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