Eine Reise durch die Zeit und zu unbekannten Orten des Kreuzgassen-Viertels

Amila Sirbegovic vor der ehemaligen "Fleischzeit" am Johann Nepomuk Vogl Markt: Hier ist für ein Monat der  "KIOSK" eingerichtet
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  • Amila Sirbegovic vor der ehemaligen "Fleischzeit" am Johann Nepomuk Vogl Markt: Hier ist für ein Monat der "KIOSK" eingerichtet
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HERNALS/WÄHRING. "Das Viertel kommt in Büchern oder im Bezirksmuseum kaum vor. Deshalb ist es auch umso spannender, sich hier auf die Suche nach alten Geschichten und Geschichte zu machen", erklärt Amila Širbegović von der Gebietsbetreuung. Die Architektin denkt dabei vor allem an jene Orte, Namen und Gebäude, die man ansonsten wohl kaum bemerken würde, auch wenn man täglich an ihnen vorbeigeht. "Es geht darum, sichtbar zu machen, was man sonst nicht sieht", so die Lehrbeauftragte der TU Wien.

Ein interessantes Werk, das eigentlich in Währing spielt, sich aber in Ottakring "versteckt", ist Alja Rachmanowas "Milchfrau aus Ottakring", ein Tagebuch aus den 1930er-Jahren. Seit 1996 erinnert am Originalschauplatz des Buches an der Ecke Schumanngasse/Hildebrandgasse eine Tafel an die Autorin, die eigentlich Alexandra von Hoyer hieß, eine russische Adelige war und hier ein Milch- und Gemischtwarengeschäft betrieb.

Geschichte kennenlernen

Sie war mit einem Österreicher verheiratet, musste aus Russland fliehen und ist 1925 völlig mittellos in Wien angekommen. "Das Tagebuch ist wie ein Zeitdokument zu lesen und verrät viel über die Menschen damals und das etwas andere Währing, das sie dichterisch nach Ottakring verlegte", so Širbegović.

Širbegović wird bei ihrer "Historischen Tour" vom Bezirksmuseum unterstützt. "Wir gehen das Kreuzgassenviertel hinunter bis zum Währinger Wasserturm im Anton-Baumann-Park bei der U6-Station Michelbeuern. Der denkmalgeschützte Wasserturm dort fristet ein Dornröschendasein. Als Teil der Kaiser-Ferdinand-Wasserleitung wurde er im 19. Jahrhundert erbaut, um die Westbezirke mit gefiltertem Trinkwasser aus der Donau zu versorgen. 1873 wurde die Leitung stillgelegt und durch die Erste Wiener Hochquellenwasserleitung abgelöst.

Treffpunkt für die "Historische Tour" ist der "Kiosk" am Johann-Nepomuk-Vogl-Markt 10–11. Start ist um 18 Uhr.

Autor:

Ulrike Kozeschnik-Schlick aus Alsergrund

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