Geblergasse: Statt Parkplätzen gibt es breitere Gehsteige

Die Parkgarage war’s: Weil in der Garage neue Parkplätze gefördert werden, mussten draußen welche wegfallen.
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  • hochgeladen von Christian Bunke

HERNALS. Die Geblergasse ist eine beschauliche Gasse in Hernals. Doch jetzt sind die Anrainer aufgeschreckt. Es geht um Längsparkplätze, Schrägparkplätze und Gehsteige. Auch eine Tiefgarage spielt in der Geschichte eine Rolle. Dazu später mehr.

Karin S. ist Pensionistin und wohnt in der Geblergasse. Sie ist über eine Reihe von Veränderungen in der jüngsten Vergangenheit wütend: "Die Gehsteige haben Überbreite. Wegen ihnen wurden Schrägparkplätze vernichtet. Und es wurden neue Schotterinseln gebaut, die wohl nur als Hundeklo dienen." Ähnliches berichtet Harald G.: "Häuserblockweise sind alle Parkplätze verschwunden. Wo sollen die Anrainer in Zukunft parken?"

Tatsächlich sei in der Geblergasse einiges umgestaltet worden, berichtet Iris Wrana von der für Parkplätze zuständigen MA 46: "Zwischen den Hausnummern 106 und 114 wurden Parkplätze vom Gehsteig auf die Fahrbahn verlegt. Die Schrägparkplätze auf der gegenüberliegenden Seite wurden zu Längsparkplätzen." Dies sei in Zusammenarbeit mit anderen Magistratsabteilungen und dem Bezirk Hernals passiert. "Wir wollten so die Qualität für die Fußgänger verbessern. Und der Verkehr ist dadurch sicherer geworden."

"Ein kurzes Gedächtnis"

Beim Thema Geblergasse klingelt es bei der Hernalser Bezirks-chefin Ilse Pfeffer (SPÖ). "Die Menschen haben oft ein kurzes Gedächtnis", sagt sie. "Vor einigen Jahren gab es in der Geblergasse eine Umfrage über die Errichtung einer Anrainerparkgarage." 70 Prozent der Befragten hätten sich damals für die Garage ausgesprochen. "Das ist ja klar, im dicht besiedelten Gebiet braucht man Garagen", so Pfeffer. Bei einem Teil der Garagenparkplätze handelt es sich um von der Stadt Wien geförderte Anrainerparkplätze. Für sie gilt das Parkpickerl, so wie bei den Parkplätzen am Straßenrand. Doch jetzt kommt der Haken: "Wenn man solche Garagenparkplätze hat, muss man draußen Parkplätze streichen. Sonst bräuchte man die drinnen nicht zu fördern", so Pfeffer. "Es ist dieselbe Summe an Parkplätzen. Nur sind sie nicht mehr oben, sondern unten." Für den Bezirk stellte sich die Frage, wie der betroffene öffentliche Raum umgestaltet werden sollte. "Es ging um einen Radius von 300 bis 500 Metern", so Pfeffer. "Wir haben uns dann für die Umwandlung zu Längsparkplätzen entschieden."

Früher seien die Autos mit der Schnauze am Gehsteig gestanden: "Vorher sind vor allem Eltern mit Kinderwägen nur schwer daran vorbeigekommen", so Pfeffer.

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