Unterstützung für Väter
Papa sein ist nicht leicht
- Clemens Schmoll mit seinen beiden Söhnen.
- Foto: papafreude.at
- hochgeladen von Michael Payer
Mit "Papafreude" hat Clemens Schmoll ein Angebot für werdende Väter und engagierte Jungväter geschaffen.
HERNALS. Clemens Schmoll ist 44 Jahre alt. Seine Kindheit hat er in Penzing verbracht, seine Schulzeit in Währing. Danach ist er nach Ottakring gezogen und heute ist er in Hernals zu Hause.
18 Jahre lang hat er in unterschiedlichen Positionen im Sozialbereich praktische Erfahrungen und theoretische Kenntnisse zu der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Gruppenarbeit, Beratung und Elternarbeit gesammelt. Schmoll ist glücklich verheiratet und hat zwei Söhne. Auch wenn das nach einem perfekten Leben klingt, fehlte ihm etwas. "Ich habe mir bei unserem zweiten Sohn die Karenzzeit mit meiner Frau geteilt und dafür diverse Mutter-Kind-Gruppen besucht. Trotz vieler positiver Erfahrungen und schöner Momente hat aber etwas gefehlt", so Schmoll.
- Clemens Scholl
- Foto: papafreude.at
- hochgeladen von Michael Payer
In den Gruppen waren nämlich so gut wie keine anderen Väter. "Ich hätte mich gerne mit anderen Papas ausgetauscht, mit ihnen über ihre Erfahrungen gesprochen und Tipps diskutiert", sagt Schmoll. Das war der Moment, in dem die Idee für "Papafreude" gereift ist. "Es gibt zig Gruppenangebote, aber die richten sich alle an Mütter. Ich habe darüber nachgedacht, was Männer brauchen. Sie sprechen anders miteinander. Daraus ist mein Angebot entstanden. Ich will die Freude am Papasein vermitteln und die Väter dazu motivieren, mehr Verantwortung zu übernehmen", erklärt der Gründer von "Papafreude".
Helden und Windel-Contest
Die Workshops gehen in der Tanzschule Strobl in der Kalvarienberggasse 28a über die Bühne. Das Angebot reicht vom "Heldenstammtisch" zum Runterkommen und Austauschen über das Erleben von Musik und Bewegung bei "Let’s groove!" bis hin zum "Dreckspatz-Contest", dem gemeinsamen Windelwechseln.
"Mütter bekommen, was Kinder betrifft, immer die Rolle der Expertin aufgedrückt. Mein Angebot soll auch eine Stärkung der Männer sein. Wir sind bei der Suche nach Hilfe zurückhaltender. Man muss Männer anders abholen", ist sich Clemens Schmoll sicher.
In den einzelnen Gruppen entwickelt sich eine ganz eigene Dynamik. Ob Schmoll dabei Anleitungen gibt, kommt auf die jeweilige Aktivität der Teilnehmer an. "Väter matchen sich gerne und ich stelle mich als Sparring-Partner zur Verfügung. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass wir dadurch auch die Mütter ein wenig entlasten können", sagt der "Papafreude"-Gründer, der sich übrigens auch über Besuch von Opas und deren Enkelkinder freut.
Zur Sache
Die Angebote für Väter und Opas sind auf der Homepage www.papafreude.at und auf Facebook unter www.facebook.com/PapafreudeAT zu finden.
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