Rosensprung: Neues vom Hernalser Plattenlabel Blauschacht

Gernot Manhart, Roland Czaska, Tobias Leibetseder und Robert Kern (v.l.n.nr.) sind die Band rosensprung. Geprobt, aufgenommen und produziert wird in Hernals.
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  • Gernot Manhart, Roland Czaska, Tobias Leibetseder und Robert Kern (v.l.n.nr.) sind die Band rosensprung. Geprobt, aufgenommen und produziert wird in Hernals.
  • Foto: Niki Wytoszynskyj
  • hochgeladen von Maria-Theresia Klenner

HERNALS. Wer glaubt, dass die Wiener Independentszene musikalisch nicht mit anderen europäischen Städten mithalten kann, dem sei das neue Album der Hernalser Band Rosensprung empfohlen. Mit "Dunkle Energie" legt die Gruppe rund um Tobias Leibetseder und Gernot Manhart, die seit ihrer Schulzeit befreundet sind, ein anspruchsvolles Album vor, das zwar in gewohntem Rosensprungstil zwischen Progressive Rock und Post Punk angesiedelt ist, doch deutlich poppiger klingt als ihre drei Vorgänger. "Wir wollten mit `Dunkle Energie´ unsere Wurzeln wieder aufgreifen. Bands wie Joy Division, The Smiths oder Wire, die uns in unserer Jugend so berührt haben, neu interpretieren", so Leibetseder.

Dass Leibetseder musikalisch nicht in seiner Jugend stecken geblieben ist, beweisen die unzähligen Projekte, in denen der Künstler nicht nur zeitgenössisch, sondern innovativ agiert: Ob als Komponist für eine Klangwanderung des Wien Modern-Festivals, als Kurator der Klangausstellungsreihe "Trezor" im Währinger Café Aumann oder als Mitorganisator und Musiker des Stadtimpulsprojektes "Tatort Hernals" - der Musiker setzt experimentelle Trends. Und das in seinem Tonstudio "Blauschacht" in der Geblergasse, in dem er auch als Produzent für andere Künstler tätig ist. "Im Blauschachtstudio sind bereits viele Hörspiele und Sounddesigns für die unterschiedlichsten Projekte wie zum Beispiel einer Soundbibliothek für eine iPhone-App entstanden", erklärt Leibetseder.

Modernes auf gutem, alten Vinyl

Derzeit konzentriert sich der Musiker allerdings vorwiegend auf seine eigenen Projekte. Zwei weiter Rosensprungalben sind bereits in Arbeit und ein Auftritt mit der Konzertpianistin Clara Frühstück für den 4. April im Muth geplant. Vorher steht noch eine Tournee quer durch Europa mit Simon Mayer und der elektronischen Tanzperformance "Oh Magic", die im Oktober an fünf Abenden im Museumsquartier zu sehen war, auf Leibetseder Kalender. Trotz seiner musikalischen Vielfalt wird dem Komponisten Wien nicht zu klein. "Es tut sich wahnsinnig viel in Wien. Die Independentszene, die von Elektronik bis experimentell geht, brodelt. Man kann jeden Tag in ein anderes Lokal gehen und gute Musik hören, zum Beispiel ins Chelsea, Rhiz oder WUK."

Auch eine Begeisterung für österreichische Bands ist in Leibetseders Augen schon lange nicht mehr peinlich. "Das Image, dass der österreichischen Musik durch den Austropop so lange anhaftete, hat sich gewandelt. Auch durch Bilderbuch und Wanda hat sich viel getan - diese Bands sind zu recht erfolgreich. Allerdings könnte die Stadt im subkulturellen Bereich mehr Vermittlungsarbeit leisten. Es müssten Strukturen und ein Netzwerk geschaffen werden. In ebenfalls kleinen Ländern wie Belgien oder Island wird Geld in die Hand genommen, um auch Bands eines bestimmten Marktsegments zu promoten. In Österreich ist man doch noch zu sehr mit der barocken und klassischen Musik, für die wir in der ganzen Welt bekannt sind, beschäftigt." Und wer trotz Beschäftigung mit moderner Musik nicht auf Nostalgie verzichten will: Das Album "Dunkle Energie" gibt es ab sofort auch auf Vinyl.

Zur Sache

"Dunkle Energie" ist das vierte Studioalbum der Band Rosensprung, das auf dem hauseigenen Label "Blauschacht" veröffentlicht wurde. Zehn deutschsprachige Lieder befinden sich auf dem Longplayer, der musikalisch zwischen Post Rock und Post Punk angesiedelt werden kann. Das Album gibt es als CD, Download und auf Vinyl. Bestellungen und Infos unter www.blauschacht.at oder label@blauschacht.at

Autor:

Maria-Theresia Klenner aus Hietzing

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