Postsportanlage
Müssen Tennisplätze Neubauten weichen?

Der Eingang zum Postsportzentrum Wien
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  • Der Eingang zum Postsportzentrum Wien
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Gerüchte über ein Mega-Bauprojekt auf dem Postareal in Hernals beunruhigen Anrainer und Politik.

HERNALS. Das Gerücht von baulichen Veränderungen auf der Postsportanlage ist so alt wie das Areal selbst. Dennoch sind die Anrainer und Sportler besorgt darüber, dass es diesmal wirklich einschneidende Veränderungen geben könnte.

Was ist passiert? Bei einer internen Versammlung des Post SV sollen erste Informationen über einen Umbau- beziehungsweise Bebauungsplan ausgetauscht worden sein. Wie der bz mitgeteilt wurde, sollen das ehemalige Rechenzentrum sowie der Parkplatz in der Roggendorfgasse und der Bereich Rosensteingasse/Pezzlgasse verbaut werden. Auch eine Mehrzweckhalle ist angeblich angedacht.

Pläne bei FPÖ vorgestellt

FPÖ-Bezirksparteiobfrau Veronika Matiasek weiß von den Plänen: "Im Februar haben Immobilienentwickler bei uns im Klub ein Projekt vorgestellt. Durch die Errichtung von Immobilien soll eine bessere Wirtschaftlichkeit erzielt werden." Für Matiasek ist dagegen grundsätzlich nichts einzuwenden, allerdings dürfe vom Sportangebot nichts wegfallen: "Wir haben eine wachsende Stadt und wir bekommen die U-Bahn nach Hernals. Das Angebot sollte also ausgebaut werden. Es muss für den Bezirk eine Verbesserung sein." Für Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ) ist die Sache klar: "Die Post ist an einer Revitalisierung interessiert, der Postsportverein kann große Investitionen nicht tragen. Abgesehen vom Rechenzentrum lautet die Flächenwidmung Sportgründe. Ende der Durchsage."

Verein kennt Pläne nicht

Der Post SV feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen und wäre selbstredend nicht abgeneigt, wenn es auf der Sportanlage zu Verbesserungen kommen würde. Zu den Bauplänen meint Obmann Felix Weigel: "Wir müssen die Mitglieder darüber informieren, dass es im Randgebiet eventuell zu Veränderungen kommen kann. Ich kenne keine Pläne und weiß auch nicht, ob private Pächter wegkommen sollen. Wir sind selbst nur Pächter, aber es kommt sicher nichts Schlechtes für den Postsportverein."

Dennoch haben Weigel als auch Matiasek und ÖVP-Bezirksparteiobmann Klaus Heintzinger unabhängig voneinander bestätigt, dass noch heuer politisch etwas weitergehen soll. Heintzinger geht davon aus, dass die Post mit dem Projekt noch "im November in den Flächenwidmungsausschuss kommen will". Heintzinger hält auch fest: "Großflächig verbauen geht nicht. Ich verstehe, wenn die Post Geld braucht, aber die Sportplätze müssen erhalten bleiben."

Post verweist auf Verein

Bei der Post hält man sich bedeckt. Auf mehrmalige Anfragen der bz wurde auf den Verein und auf die Vertragslaufzeit bis 2023 verwiesen. Die Kernaussage: "Man wolle ein zukunftsfähiges Sportkonzept entwickeln."

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