20.12.2017, 10:58 Uhr

Wennschon, dennschon: Umfangreiche Sanierung in der Rötzergasse

Das Maximum herausholen: Die Anrainer der Rötzergasse haben sich für eine Verbesserung in der Gasse zusammengetan. (Foto: Initiative Rötzergasse)

Verkehrsberuhigung und mehr Grün werden geprüft, damit ein Mehrwert für das Grätzel herausschaut.

HERNALS. Hin und wieder reagiert die Politik schneller, als man denkt. Nachdem sich Ende November eine Bürgerinitiative in der Rötzergasse formiert hat, um auf die geplante Sanierung Einfluss zu nehmen, sind die Anliegen jetzt gehört worden.

Anstatt nur die Straße zwischen den Hausnummern 2 und 12 um 300.000 Euro zu sanieren, soll jetzt die Gasse einen Mehrwert für das Grätzel bieten. Immerhin befinden sich im Einzugsgebiet das Jugendamt sowie die Volksschule Rötzergasse, was mit besonderen Erfordernissen an das Umfeld einhergeht. Diese Einrichtungen und die Anrainer sollen miteinbezogen werden.

Das Magistrat für Straßenbau (MA 28) wurde in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung damit beauftragt, die bereits geplante Sanierung noch einmal zu überarbeiten. Ein entsprechender gemeinsamer Antrag von SPÖ und den Grünen wurde abzüglich der Stimmen der FPÖ mehrheitlich beschlossen. Vonseiten der Blauen befürchtet Klubobfrau Anita Mikulasek, dass Parkplätze vernichtet werden könnten und damit der Umbau nicht im Sinne ihrer Wähler sei.

Weniger Verkehr, mehr Grün

Die beiden Anträge, für die sich die SPÖ und die Grünen zusammengetan haben, sollen für mehr Lebensqualität im Zentrum von Hernals sorgen. So wird zum Beispiel geprüft, wo an der Nordseite der Gasse Bäume gepflanzt werden können. "Besonders vor der Volksschule ist der Gehsteig breit genug dafür und zusätzliche Bäume entsprechen auch den Anrainerwünschen", so Grünen-Klubobmann Sepp Neustifter. Wo und wie eine weitere Bepflanzung in dem Gasserl möglich ist, soll ebenfalls von den Stadtgärtnern und dem Magistrat für Straßenbau erhoben werden.

Auch eine Verkehrsberuhigung hat man sich im Bezirk zum Ziel gemacht. Damit das Radfahren gegen die Einbahn möglich wird, wird jetzt zuerst geprüft, ob eine Wohnstraße oder eine Begegnungszone die bessere Lösung wäre. Durch das angestrebte Radeln gegen die Einbahn hofft Neustifter auf eine Möglichkeit, den Elterleinplatz von der Jörgerstraße kommend zu umfahren, denn am Elterleinplatz ist es durch die Straßenbahnschienen und die verschiedenen Spuren sehr eng. 2018 startet dann mit der Hernalser Hauptstraße die Umstellung auf LED-Lampen – und wenn in der Rötzergasse ohnehin etwas passiert, soll laut Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ) auch diese Änderung gleich erledigt werden. "Es macht keinen Sinn, immer wieder eine Baustelle zu haben", so Pfeffer.

Ende Jänner 2018 findet eine Sitzung der Bezirksentwicklungskommission statt, bei der es weitere Infos geben soll.
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