Lainz
"Abwarten und Tee trinken!"

Eva Horvath weist auf die Linie hin, die ihren Schanigarten begrenzt. Im Hintergrund staut sich's oft zwischen Grünzone und Eisgeschäft.
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  • Eva Horvath weist auf die Linie hin, die ihren Schanigarten begrenzt. Im Hintergrund staut sich's oft zwischen Grünzone und Eisgeschäft.
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Blockiert der Schanigarten vor einem Teesalon den Gehsteig auf der Lainzer Straße? Darüber herrscht Uneinigkeit.

WIEN/HIETZING. "Wahrscheinlich ist es eine optische Täuschung, weil ich die Tische und Sessel meines Schanigartens ja in der Nacht immer weggeräumt habe", erklärt Eva Horvath, die den Teesalon "Tete-a-Tee" in der Lainzer Straße 130 betreibt, "deshalb schaut es für manche Anrainer vielleicht so aus, als ob meine Pflanzentröge zu weit in den Gehsteig hineinstehen."

Begonnen hat die Geschichte 2013, als Horvath beim Magistrat einen Antrag auf einen Schanigarten stellte: "Dieser wurde damals auch sofort bewilligt. Seither zahle ich brav Schanigartengebühr." Seither stehen tagsüber zierliche Metalltische und -sessel vor Horvaths Teesalon, "die von meinen Kundinnen und Kunden auch gern zum Teetrinken verwendet werden", so Horvath, "aber auch Passanten mit schweren Einkaufssackerln legen bei mir am Nachhauseweg öfters eine kurze Rast ein. Da kommen wir oft nett ins Plaudern."

Die Idylle wird gestört

Nun wurde die Idylle von eingeschriebenen Briefen gestört: "Mittels Nachbarbeschwerde wurde der Behörde bekannt gegeben, dass der von Ihnen aufgestellte Schanigarten den Gehsteig derart verstellen würde, sodass ein Begehen nicht mehr möglich wäre", so das Magistratische Bezirksamt, "Pflanzentröge sollen die Gehsteigfläche blockieren."

Eva Horvaths Pflanzentröge sind immer gut gefüllt.
  • Eva Horvaths Pflanzentröge sind immer gut gefüllt.
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Horvath weist auf eine Trennlinie im Asphalt des Gehsteigs hin: "Jedes Jahr meint einer, sich beschweren zu müssen — und immer anonym. Schanigarten samt Pflanzentrögen sind ordnungsgemäß laut Bescheid vom Magistrat aufgestellt", erklärt die Geschäftsfrau. "Sie blockieren keineswegs die Gehsteigfläche, denn eine Mutter mit Kinderwagen, samt Kind rechts und links, kann problemlos passieren", meint Horvath, die selbst Mutter ist, und sieht der angekündigten Kontrolle durch die MA 59 — Marktamt gelassen entgegen. "Hier kommt man problemlos durch, wer regt sich darüber auf?", meint eine Passantin, die gerade einkaufen geht.

Gleiches Recht für alle?

"Das wahre Problem befindet sich dort drüben", sagt sie und weist rund 20 Meter stadtauswärts. "Vor dem Eisgeschäft wurde vor einigen Monaten eine kleine Grünzone installiert, die auch ganz wunderbar ist. Allerdings warten die Eisliebhaber dort oft in Zweierreihe, sodass man wirklich nicht mehr durchkommt." Horvath nickt zustimmend: "Leider wird oft mit zweierlei Maß gemessen."

Um weitere Beschwerden zu vermeiden, hat sie nun um Erweiterung ihres Schanigartens angesucht: "30 Zentimeter mehr, dann kann man auch bequemer sitzen. Außerdem wirbt die Stadt immer für mehr Begrünung, weil das wichtig für den Klimaschutz ist", sagt sie und gießt ihre Pflanzentröge, "aber es gibt auch das zwischenmenschliche Klima, und das wird durch Schanigärten deutlich verbessert." Glaubt Teesalon-Besitzerin Eva Horvath, dass die Erweiterung ihres Schanigartens noch vor Ferienbeginn bewilligt wird? "Abwarten und Tee trinken!"

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