Begegnungszone immer wahrscheinlicher
Altgasse als Ort der Begegnung

Es kommt Begegnung in die Altgasse: Johannes Bachleitner (Neos), Ramona Wendtner (Grüne) und Matthias Friedrich (SPÖ).
  • Es kommt Begegnung in die Altgasse: Johannes Bachleitner (Neos), Ramona Wendtner (Grüne) und Matthias Friedrich (SPÖ).
  • Foto: Friedrich
  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Was lange währt, wird endlich gut: Nach 20 Jahren hat man sich im 13. Bezirk jetzt anscheinend geeinigt.

HIETZING. Streit im Bezirk? Für einen kurzen Moment sah es ganz danach aus. Als einen Tag vor der Bezirksvertretungssitzung die Anträge veröffentlicht wurden, gingen mit einigen Vertretern Hietzings die Emotionen durch. Der Grund dafür: Die ÖVP sorgte mit einem Antrag für Aufregung.

"Die zuständigen Stellen der Stadt Wien werden ersucht, der Bezirksvertretung Hietzing beziehungsweise der zuständigen Kommission für Mobilität, Planung und Wirtschaft für den Bereich der Altgasse zwischen Maxingstraße, Fasholdgasse und Lainzer Straße Planungsvorschläge für die Einrichtung einer Begegnungszone vorzulegen", so der Text, der zur Abstimmung vorgelegt wurde. Nun muss man wissen, dass die Idee, die Altgasse zu beleben, bereits seit 20 Jahren auf dem Tisch liegt und vonseiten der ÖVP verhindert wurde.

Emotionale Kommentare

In ungewohnt heftiger Manier nahmen die Fraktionen im Vorfeld zu dem Antrag Stellung. "Der Wahlkampf ist in vollem Gange, daran besteht kein Zweifel. Anders ist das Handeln der ÖVP nicht zu erklären. Plötzlich ist eine Begegnungszone in Hietzing eine ganz feine Idee. Noch vor zwei Jahren nicht mehrheitsfähig, ist sie auf einmal genau die richtige Lösung", ärgert sich Matthias Friedrich (SPÖ).

Auch Johannes Bachleitner (Neos) reagierte indigniert: "Wir waren so wie andere Fraktionen anfangs sehr irritiert, dass ohne jede Rücksprache plötzlich dieser Antrag von der ÖVP gekommen ist. Wie so oft wurde hier das gegenseitige Vertrauen nicht unbedingt gestärkt, da es sich dabei um eine Idee handelt, die die ÖVP 20 Jahre lang bekämpft hat."

Deutliche Worte, die eine hitzige Bezirksvertretungssitzung erwarten ließen. Aber es kam anders: Von den Rednern wurde die feine Klinge anstelle des Holzhammers geschwungen.

Die Grünen, die einst den ersten diesbezüglichen Antrag eingebracht haben, der abgelehnt wurde, konnten sich einen kleinen Seitenhieb in Richtung Bezirksvorstehung nicht verkneifen. "Schön, dass es anscheinend neue Erkenntnisse gibt. Aber wie sagt man: Die Weisheit kommt mit dem Alter. Aber Hauptsache, sie kommt", stichelte Bezirksrat und Klubobmann Alexander Groh (Grüne).

Auch Neos, das schon als Liberales Forum die Idee unterstützt hatte, fand klare Worte: "Die ÖVP hat die Bezirksopposition mit ihrem Sinneswandel irritiert und nicht sehr elegant eine fremde Idee im eigenen Namen eingebracht. Natürlich unterstützen wir den Antrag. Wir freuen uns, gemeinsam an der Gestaltung der Altgasse zu arbeiten."

Nur die FPÖ stimmte dagegen: "Wie bereits realisierte Begegnungszonen zeigen, sind diese nicht optimal. Wir haben Bedenken wegen der Sicherheit", so Georg Pachschwöll (FPÖ).

Ein Grund für den Sinneswandel sei, dass "die Stadt Wien, die sich ja in jedem Bezirk eine Begegnungszone wünscht, bis zu 80 Prozent der Kosten übernehmen könnte", so Harald Mader (ÖVP).

Schön zu sehen, dass in der Bezirkspolitik in diesem Fall zusammenfindet, was auch zusammengehört.

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