Baustart für Wohnanlage: Neue Wohnungen für die Preyergasse

In der Preyergasse 3-7 entstehen 79 Wohnungen.
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HIETZING. Seit Jahren wird eine neue Wohnhausanlage in der Preyergasse direkt an der Verbindungsbahn diskutiert. Nun starten tatsächlich die Bauarbeiten zu einem Wohnblock, allerdings nicht auf besagtem Grund der Stadt Wien, sondern vis á vis an der Hausnummer 3-7. "Man muss die beiden Bauprojekte trennen, das sind zwei paar Schuhe", stellt Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP) klar. "Fahre ich mit dem 60er stadtauswärts, entstehen linkerhand Wohnungen auf einem Grund, der privat verkauft wurde. Auf der rechten Seite, am Areal der ehemaligen Baustelle für den Lainzer Tunnel, sind Wohnungen der Arwag geplant. Bereits 2015 wurde diese Fläche gewidmet, doch dort herrscht seit vielen Jahren Stillstand. Das Projekt verzögert sich mit dem Ausbau der Verbindungsbahn." Über diese Flächenwidmung zeigt sich die Bezirkschefin übrigens nicht glücklich: "Die Bauhöhe von 13 Meter wurde vom Rathaus gegen den Bezirk entschlossen. Wir wollten eine Reduktion der Bauhöhe." 

Auch der neue Wohnblock auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird alles andere als klein ausfallen: Die Strabag errichtet dort eine Wohnhausanlage mit insgesamt 79 Wohnungen auf vier Stiegen. Im Erdgeschoß sind ein Geschäftslokal und im Kellergeschoß eine Tiefgarage mit 52 Pkw-Stellplätzen geplant, die von der Lainzer Straße aus angefahren wird. Im nördlichen Bereich der Anlage wird ein Kinderspielplatz errichtet. "Der Baustart für die Mietwohnungen einer Projektentwicklungsgesellschaft erfolgt noch diesen Sommer. Im Frühjahr 2020 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein", gibt Michael Bierbaum von der Strabag einen Überblick.

Pläne bereits im Jänner 2015 präsentiert

Der Einzug der neuen Mieter dürfte also mit dem Baustart auf der gegenüberliegenden Straßenseite zusammenfallen. "Vor 2020 rechne ich nicht mit einem Baubeginn der Arwag-Wohnungen", schätzt Kobald vorsichtig. An der Zeit für ein konkretes Datum für den Baustart wäre es, immerhin wurden die Pläne für die Anlage rund um die S-Bahn-Station Speising, die neben geförderten und frei finanzierten Wohnungen auch einen Kindergarten und eine Sporthalle beinhalten soll, bereits im Jänner 2015 in der Volkshochschule Hietzing präsentiert.

Überhaupt auf den Bau verzichten möchte FPÖ-Gemeinderat Günter Kasal. "Seit 2005 wünscht sich die FPÖ auf diesem Areal einen Generationentreffpunkt mit Schachtischen für die Senioren und einem Mehrzwecksportplatz für Kinder und Jugendliche. Es wäre der ideale Platz, da es zwischen Eisen- und Straßenbahn nicht zu einer Lärmbelästigung durch Jugendliche kommt, die dort Volleyball spielen", so Kasal. "Unsere Forderung ist nach wie vor aufrecht: Keine Bebauung dieser Fläche, schon gar nicht mit einer Gewerbefläche im Erdgeschoß, wie es geplant ist. Dadurch wird ein Geschäftesterben in den alten Ortskernen Lainz und Speising herbeigeführt." Auch über die neue Wohnhausanlage in der Preyergasse 3-7 zeigt sich Kasal wenig erfreut: "Unsere Fraktion ist gegen jede Flächenwidmung, da die Grünflächen erhalten bleiben sollen. Besonders schlimm sind neue Bauten in Einfamilienhaussiedlungen, wo ein Haus an einen Bauträgerverkauft wird, der das Gebäude dann abreisst und einen Wohnblock mitten in die Siedlung setzt."

Begrüßt wird das geplante Wohnbauprojekt beim Bahnhof Speising hingegen von den Grünen Hietzing. "Uns ist wichtig, dass geförderte Wohnungen geplant sind. Hietzing ist ein alter Bezirk und soll durch günstige Wohnungen junge Leute bekommen", so Klubobmann Alexander Groh, für den die gewidmete Bauhöhe von 13 Metern im gegensatz zur ÖVP kein Problem darstellt. "Die Häuser stadteinwärts sind sowieso bereits so hoch. Das ist eine Angleichung, die stört nicht."

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