Botanischer Garten ohne Pandabären

Der Botanischen Garten (gelb) neben dem Tiergarten Schönbrunn (rot) liegt am westlichen Rand des Schloßparks parallel zur Maxingstraße.
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  • Der Botanischen Garten (gelb) neben dem Tiergarten Schönbrunn (rot) liegt am westlichen Rand des Schloßparks parallel zur Maxingstraße.
  • Foto: Plan: APA, Grafik: Zopf-Vieh
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Jetzt ist es fix: Der Botanische Garten im Schlosspark wird nicht in den Tiergarten eingegliedert.

HIETZING. "Wir haben hart dafür gearbeitet, daher ist die Freude jetzt umso größer", freut sich Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP) über die Absage von Bundeministerin Elisabeth Köstinger zur kolportierten Eingliederung des Botanischen Gartens in den Tiergarten Schönbrunn. "Der Botanische Garten Schönbrunn stellt neben seiner historischen Bedeutung eine Oase der Ruhe und Erholung für viele Hietzinger dar, die den Schlosspark abseits des Touristentrubels gerne und regelmäßig nutzen. Der Erhalt ist ein echter Meilenstein für Hietzing."
Seit 2016 wurde die Expansion des
Zoos in den Landschaftsgarten diskutiert. Das hätte nicht nur eine Gefährdung des historischen Gartens bedeutet, sondern auch den Weg von Althietzing zur Gloriette, der von Anrainern gern als Alternative zur stark befahrenen Maxingstraße genutzt wird, versperrt. Als Teil des Tiergartens wäre das Betreten des Botanischen Gartens nur mit einer Eintrittskarte für den Zoo möglich gewesen. Ein Schock für viele Bezirksbewohner wie Hellia Mader-Schwab, die nach Bekanntwerden der Pläne die Bürgerinitiative „Freier Zugang zum Botanischen Garten“ ins Leben rief.

Jogger statt Beutelratten

Hunderte Unterschriften später nun die Erleichterung: Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen der Österreichischen Bundesgärten erteilte die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger der Eingliederung des Botanischen Gartens in den Tiergarten eine klare Absage. „Die Eigenständigkeit des Gartens bleibt auf jeden Fall gewahrt", so die ÖVP-Ministerin zu den einstiegen Plänen ihres Parteikollegen Reinhold Mitterlehner, der sich in seiner damaligen Funktion als Wirtschaftsminister für die Unterbringung von "Vögel und kleinen Säugetieren wie Opossums, Ursons und den kleinen roten Panda" im historischen Garten stark gemacht hat.

Doch nicht nur Ginko und Maulbeerbaum können ohne Panda und Beutelratte in Ruhe weiterwachsen, sondern auch die Bedingungen für die Jogger werden verbessert: "Wir haben im Rahmen des Jubiläumsjahres der Bundesgärten viele Pläne. Unter anderem wird es neue Laufstrecken in Schönbrunn geben", sagt Köstlinger. Auch Routen durch den Botanischen Garten werden angedacht.

Zur Sache

Der Botanischer Garten wurde im Auftrag von Kaiserin Maria Theresia 1848 im äußersten Westen von Heinrich Schott angelegt und öffentlich zugänglich gemacht. Im Garten befindet sich das Denkmal für Franz I. sowie das Modell des Reiterdenkmals für Joseph II., das sich am Josefsplatz im 1. Bezirk befindet.

Hintergrund

Bericht: Widerstand gegen die Ausbau-Pläne des Tiergartens
Kommen jetzt die Pandas?

Der Botanischen Garten (gelb) neben dem Tiergarten Schönbrunn (rot) liegt am westlichen Rand des Schloßparks parallel zur Maxingstraße.
Bezirksvorsteherin Silke Kobald (li.) und Hellia Mader-Schwab von der Bürgerinitiative „Freier Zugang zum Botanischen Garten“ freuen sich über die positiven Entwicklungen.

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