Wie geht es weiter mit der Villa Beer? Sie ist als wichtiger Bau der europäischen Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts eingestuft.

Haus Beer von der Wenzgasse aus
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Das Haus Beer ist ein Vorzeigebauwerk moderner Architektur aus 1929 vom österreichisch-schwedischen Architekten und Designer Josef Frank (* 15. Juli 1885 in Baden bei Wien; † 8. Jänner 1967 in Stockholm). Gemeinsam mit Oskar Strnad schuf er die Wiener Schule der Architektur, die ein eigenes Konzept der Moderne von Häusern, Wohnungen und Inneneinrichtungen vertrat.

Nach jahrelangen Gerichtsstreitigkeiten mit positivem Ausgang plante der private Investor und eigenständige Unternehmer, die Villa in der Wenzgasse in Hietzing öffentlich zugänglich zu machen. Ein Zentrum mit Ausstellungen, Ateliers und Veranstaltungsräumen sollte es werden. Der Eigentümer, eine bekannte Stiftung ist durch einen sehr kunstsinnigen Mann vertreten. Doch laut einem internationalen Immobilien-Journal ist das Anwesen nun doch zum Verkauf mit zahlreichen Auflagen angeboten.

Die Villa oder eigentlich das Haus Beer ist zwar unbewohnt, aber die Liegenschaft nicht dem Verfall preisgegeben. Der Garten wirkt noch nicht zu sehr verwildert, doch beim Gebäude sind sicher zahlreiche bauliche Mängel festzustellen. Seit 1987 steht die Villa Beer unter Denkmalschutz. Es wurden Sanierungsmaßnahmen ergriffen. Das seit jeher problematische Flachdach wurde abgedichtet und saniert, die Fassade restauriert, ein Wasserschaden behoben, der Putz erneuert. Die Villa Beer, vom Architekten und Designer Josef Frank 1929 bis 1931 für den Gummi-Fabrikanten Julius Beer und seine Gattin Margarete errichtet, umfasst 800 m2 und Park mit Swimmingpool. Frank, der Outsider baute so, wie es keinem Stil entsprach. Runde Fenster und quadratische Fenster, jede Türe in anderer Größe, Balkone und Terrassen mit eigener Tiefe, nichts symmetrisch. Dennoch wird das Bauwerk von führenden Architekten als wichtiger Bau der europäischen Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts eingestuft und gilt als Vorzeigebauwerk moderner Architektur. Darum erstellte das Architekturzentrum Wien im Zuge der Kaufverhandlungen 2005 ein „Öffentlichkeits-Konzept“, doch seither sind wieder 15 Jahre vergangen.Laut Martina Frühwirt ist das Haus Beer neben dem Haus Moller von Adolf Loos die bedeutendste Wiener Architekturschöpfung im Bereich des privaten Wohnbaus der zwanziger und dreißiger Jahre.

Dennoch wird an einen Verkauf gedacht, natürlich mit strenger Einhaltung der Auflagen des Denkmalschutzes. Wäre doch ein Schnäppchen für die Republik Österreich.
© Peter Markl

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