Ausstellung in HLW Hollabrunn
HLW deckt Produktionsfehler auf

Bildungsstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly mit Direktor Leopold Mayer und HLW-Lehrern und Schülern.
  • Bildungsstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly mit Direktor Leopold Mayer und HLW-Lehrern und Schülern.
  • Foto: Foto: Pfaffeneder
  • hochgeladen von Alexandra Goll

Südwind-Ausstellungspräsentation und Workshops zum Thema „Faserschmeichler- Geschichte und Alltag der Baumwolle“ in der HLW Hollabrunn.

HOLLABRUNN. Die Stadtgemeinde Hollabrunn lud zur Südwind-Ausstellung „Faserschmeichler- Geschichte und Alltag der Baumwolle“ in die Aula der HLW ein. Heute deckt Baumwolle die Hälfte des globalen Faserbedarfs und wächst weltweit auf insgesamt rund 33 Millionen Hektar Ackerfläche. Jugendliche der HLW nahmen gemeinsam mit dem entwicklungspolitischen Verein Südwind die Besonderheiten der Pflanze sowie ihre Bedeutung für den globalen Handel in den Blick und entdeckten so manchen schwerwiegenden „Produktionsfehler“.

Großer Angriff auf die Umwelt

Der Baumwollanbau erfolgt meist in Monokultur unter großem Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden, Energie und Wasser. „Welche Problemfelder sind mit dem Baumwollanbau verbunden und gibt es bereits sozial und ökologisch verträglichere Alternativen? Welchen Weg legt ein Kleidungsstück zurück, bevor es im Verkauf landet? Dies sind einige der Fragen, die im Workshop von den TeilnehmerInnen gestellt und beantwortet wurden“, so die Südwind-Bildungsreferentin Jana Teynor.
Viele unserer Kleidungsstücke weisen „Produktionsfehler“ auf, die oft unsichtbar bleiben – menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und ungerechte Entlohnung in Form von Hungerlöhnen stehen in der arbeitsintensiven Textilindustrie an der Tagesordnung. Auch die Umweltverschmutzung, wie etwa beim Färben der Stoffe ist extrem hoch und gefährlich für Mensch und Natur. Anhand von Erfahrungsberichten von Textilarbeitern und Baumwollpflückern erarbeiteten die Jugendlichen selbst Bedingungen für faire Arbeit und klimafreundliche Textilproduktion. Gemeinsam wurden Möglichkeiten gesammelt, wie wir in Österreich zu fairen und klimaschonenden Produktionsweisen und einem „guten Leben für alle“ beitragen können.

Rechte für Textilarbeiter

Die von Südwind koordinierte Clean Clothes Kampagne setzt sich weltweit für die Rechte von Textilarbeitern ein. Der im September 2019 neu erschienene Firmencheck nimmt die 45 wichtigsten europäischen Modefirmen unter die Lupe und kommt zum Ergebnis: Existenzsichernde Löhne im Modegeschäft? Fehlanzeige!

Mehr Infos gibt es auch hier

Empfehlung Südwind

„Südwind empfiehlt beim Einkauf auf FAIRTRADE- und Bio-Zertifikate zu achten, um gerechte Bedingungen für die Arbeiterinnen und Bauern zu sichern und Kinderarbeit auszuschließen“, rät Jana Teynor von Südwind bei der Ausstellungspräsentation. Denn so kann ein wichtiger Beitrag zum ersten der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele geleistet werden – denn Global Goal 1 heißt, die absolute Armut bis 2030 weltweit zu beenden.

Autor:

Alexandra Goll aus Hollabrunn

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.