Erfahrungsbericht aus USA
Hollabrunner berichtet über Corona in den USA

Bald ist die Zeit für Christian Pfeifer als Gastwissenschafter in USA zu Ende.
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Toilettenpapier immer noch heiß begehrt. Die Infektionszahlen steigen rasant

BEZIRK HOLLABRUNN. Seit der Coronakrise sind die Bezirksblätter in Kontakt mit Christian Pfeifer, Auslandsösterreicher in Amerika, US-Bundesstaat North Carolina (Wake County - Raleigh). Regelmäßig berichtet er über die Situation in seinem Wohnort.

Nach wie vor ist Toilettenpapier heiß begehrt. Es scheint, als würde man dieses Problem nicht in den Griff bekommen. Alles andere ist in den Märkten gut und in ausreichender Menge vorhanden. Rasant steigen die Infektionszahlen nach dem Memorial Day Wochenende (um den 25. Mai). "Die Bevölkerung war es leid zuhause zu bleiben, keine Freunde treffen zu können, nicht auszugehen und generell mit den Lockdown Maßnahmen unzufrieden. Auch verloren viele Leute ihre Jobs, Selbständige verloren ihre einzige Einnahmequelle um Essen auf den Tisch zu bekommen und Rechnungen zu bezahlen. So wurden am Freitag zum Memorial Day die ersten Lockerungen eingeführt. Das Wetter war schon herrlich warm und die Bevölkerung wollte wieder feiern und Bekannte besuchen. Doch dies war verheerend für die Infektionszahlen. Denn seitdem verbreitete sich das Virus rasant. Seit zwei Wochen gibt es hier eine allgemeine Maskenpflicht - sogar auf Parkplätzen und Gehsteigen. Die meisten Leute befolgen diese Anordnung auch. Restaurants sind zur Umsetzung sogar verpflichtet", so Pfeifer.

Erfindung der Demokraten

Er erzählte auch, dass viele nicht an die Existenz des Virus glauben und eine Erfindung der Demokraten sei. Immer mehr bewusst wird ihm, dass es nur zwei Extrema gibt. Die Republikaner, die den Virus für nicht real halten und die Demokraten, die sich extrem überempfindlich bezüglich Virus verhalten. Ein Mittelmaß ist selten bei den Leuten zu finden.

Ausschreitungen und Plünderungen

Als wäre die Pandemie an sich nicht schon schlimm genug, so kam es zur selben Zeit auch zu den ersten Plünderungen und Protesten gegen Rassismus aufgrund des Todes von George Floyd. Eventuell war auch hier der lange Lockdown Mitschuld am Ausarten der Situation. "Es gibt nach wie vor gewaltsame Proteste. Auch Raleigh ist davon betroffen und Downtown erinnert auch heute noch eher an einen Zombie-Apokalypsenfilm als an eine wirtschaftlich starke Bundesstaatenhauptstadt. Speziell für Geschäfte ist diese erneute Zwangsschließung gleich nach dem Lockdown verheerend. Nur so konnten weitere Beschädigungen vermieden werden. Sämtliche Geschäfte und Restaurants sind geschlossen und verbarrikadiert. Bis vor kurzem galt eine nächtliche Ausgangssperre. Statuen werden mittlerweile wahllos verwüstet, wie auch kürzlich eine Christopher Columbus Statue", erklärte er auch die Unruhen in seinem nähesten Umfeld.

Abstandsregel - nicht die Spur

Natürlich sind auch die Strände wieder gut besucht und die Feierlaune lässt die Abstandsregel schnell in Vergessenheit geraten. Wobei die meisten den Virus für Fake News halten. Die Welt in den USA ist von Fundamentalismus und Extremismus geprägt ist.

Versuche bald beenden

Die Versuche auf der Universität neigen sich für Christian Pfeifer dem Ende zu. Mittlerweile ist die Universität für „essentielles Personal“ wieder geöffnet und Pfeifer freut sich, nicht mehr alleine im Labor zu sein. Dennoch herrschen strenge Regeln, wie zum Beispiel das Tragen von Mundschutzmasken und ein zwei Personenlimit pro Raum. "Nun heißt es für mich meine Dissertation zu finalisieren und die letzten Ergebnisse einfließen zu lassen, sodass die Zeit hier mit Ende Juli enden wird", so der Wissenschafter abschließend.

Bald ist die Zeit für Christian Pfeifer als Gastwissenschafter in USA zu Ende.
Viele Geschäfte in Raleigh werden so geschützt.

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