Nachbarschaftstreff
Der Tigergarten ist die grüne Lunge der Josefstadt
- Entstanden ist der Tigergarten 2012 auf Initiative einiger engagierter Nachbarinnen und Nachbarn.
- Foto: Tigergarten
- hochgeladen von Pia Rotter
Im Jahr 2012 entstand der Tigergarten, der einst eine Hundezone war. Heute finden sich neben den 19 Einzelbeeten auch ein Gemeinschaftsbeet, in dem Nachbarinnen und Nachbarn miteinander garteln.
WIEN/JOSEFSTADT. Zwischen Häusern und Straßen ist der Tigergarten in der Tigergasse eine kleine grüne Oase. Hier wachsen Paradeiser, Kräuter und Blumen. Vor allem aber wächst hier die Nachbarschaft zusammen. Seit 2012 wird in dem Gemeinschaftsgarten in der Josefstadt gemeinsam gepflanzt, geerntet und dazwischen gepflegt.
"Im Tigergarten gehören ökologisches Gärtnern und gemeinschaftliches Miteinander untrennbar zusammen", sagt Astrid Hammer aus dem Organisationsteam. Hier kommen Menschen zusammen, die sich ansonsten wahrscheinlich nie begegnet wären. Einzelpersonen, Paare, Familien, WGs und Vereine teilen sich die Gartenarbeit untereinander auf.
Ehemalige Hundezone
Entstanden ist der Tigergarten 2012 auf Initiative einiger engagierter Nachbarinnen und Nachbarn. Unterstützt wird das Projekt von der Bezirksvorstehung und dem Grätzllabor Josefstadt. Aus einer ehemaligen Hundezone ist ein Gemeinschaftsgarten mit 19 Einzelbeeten, einem Gemeinschaftsbeet und weiteren gemeinsam gepflegten Flächen geworden.
Organisiert wird die Pflege des Gartens zur Gänze ehrenamtlich. Neben Hammer kümmern sich Elisabeth Kisela und Iris Strutzmann um die Koordination. Die Aufgaben werden auf die Mitglieder verteilt: Vom Gießdienst über das Auf- und Zusperren bis zur Kompostpflege und der Organisation von Veranstaltungen übernehmen alle Verantwortung.
Kleiner Erholungsraum
Der Tigergarten ist aber nicht nur für jene da, die selbst ein Beet betreuen. Während der Gartensaison von März bis Oktober steht er an Schultagen sowie im Juli von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr allen offen. Für die Nachbarn ist der Garten ein kleiner Erholungsraum. "Gerade an heißen Sommertagen ist der Temperaturunterschied beim Betreten des Gartens deutlich spürbar", sagt Hammer.
- "Im Tigergarten gehören ökologisches Gärtnern und gemeinschaftliches Miteinander untrennbar zusammen", sagt Astrid Hammer aus dem Organisationsteam.
- Foto: Tigergarten
- hochgeladen von Pia Rotter
In einem dicht bebauten Bezirk seien solche grünen Rückzugsorte besonders wichtig. Die Herausforderungen werden allerdings nicht weniger: Trockenperioden, Hitze und neue Schädlinge verändern die Arbeit im Garten. "Wir probieren vieles aus, etwa Mulchen mit Elefantengras oder trockenheitsverträglichere Pflanzen", erzählt Hammer. Auch die Kompostwirtschaft mit Terra Preta – einer besonders nährstoffreichen Pflanzenkohle-Erde, die aus organischen Reststoffen hergestellt wird – ist ein wichtiges Projekt.
Offener Ort für die Nachbarschaft
In der Zukunft soll der Tigergarten vor allem eines bleiben: ein offener Ort für die Nachbarschaft. "Wir möchten den Tigergarten weiterhin als offenen und lebendigen Nachbarschaftsort erhalten", sagt Hammer. Geplant sind weitere Gartensaisonen, Workshops und Herbstfeste.
Wer Interesse an einem Beetplatz hat oder ohne eigene Grünfläche gemeinschaftlich garteln möchte, kann sich per E-Mail an gg.josefstadt@gmail.com wenden. Die Warteliste für die jährlich neu vergebenen Beetplätze wird chronologisch geführt.
Noch mehr Artikel aus der Josefstadt:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.