02.06.2016, 08:53 Uhr

Kabarett Niedermair: Stefan Lasko hat große Angst vor der peinlichen Stille

"Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass keiner lacht", sagt Stefan Lasko. (Foto: Florian Laczkovics)

Der Schauspieler und ehemalige Mondscheiner-Gitarrist feiert sein Kabarett-Debüt.

JOSEFASTADT. Was ist, wenn man einen Witz macht und keiner lacht? Zugegeben ein wenig unangenehm. Aber so richtig ungünstig, wenn man als Kabarettist auf der Bühne steht. Und genau diese Angst hat Stefan Lasko. Der Schauspieler und Musiker, einst mit "Mondscheiner" auf der Bühne und nun mit seiner eigenen Band "Lasko" unterwegs, hat nämlich am 6. Juni sein Kabarett-Debüt im Kabarett Niedermair.

"Es ist das erste Mal, dass ich alleine auf der Bühne stehe", sagt Lasko. "Und das schlimmste, was passieren kann, ist, dass ich scheitere und danach viel weine." Denn immerhin gebe es viele Zugänge zu Humor und es sei nicht nur einmal passiert, dass er als einziger über seine Witze gelacht hätte.

Bescheiden egozentrisch

Aber Stefan Lasko stellt sich seiner Angst. Und er macht sie auch zum Inhalt seines Programms "Ein Freudianer kennt seinen Schmerz". Darin geht es um Selbstzweifel, um den Alltag als Vater zweier Kinder und Ehemann einer erfolgreichen Frau. Und vor allem um ihn selbst. Und das, obwohl er sich selbst nicht so wichtig nehmen will.

"Das ist sicher ein Widerspruch. Einerseits will ich bescheiden sein und andererseits erzähle ich im Programm nur von mir", so Lasko. Doch genau diese Diskrepanz ist es, die Stefan Lasko sympathisch macht. Denn sie ist schlichtweg menschlich. "Ich will meinem Publikum damit einen Spiegel vorhalten. Und einen Anstoss zum Nachdenken geben." Denn von Schenkelklopfern hält Lasko nicht allzu viel. Er mag es subtiler. "Ich kann auch nicht über Mario Barth lachen, sondern eher über Andreas Vitasek."

Der Märchenerzähler

Stefan Lasko steht nicht das erste Mal auf der Bühne des Kabarett Niedermairs. Er hat hier schon Kindern Märchen erzählt und ist mit seiner Band aufgetreten. "Die kennen mich hier schon. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich überhaupt als Kabarettist auftreten darf", sagt Lasko. Doch für solch eine Bescheidenheit gibt es eigentlich keinen Grund. Stefan Lasko ist Routinier, ist Absolvent der Schauspielschule Krauss, hatte bereits zahlreiche Engagements im Theater in der Josefstadt, im TAG, im Theater Phönix und bei den Festwochen. Und schließlich ist da auch noch seine erfolgreiche Musikkarriere an der Seite von Manuel Rubey. Mit ihm ist Lasko seit der Schauspielschule befreundet.

Doch Schauspiel und Musik reichte Stefan Lasko nicht. Darum nun das Kabarett. "Ich versuche mir einzureden, dass ich es nur ausprobiere. Aber die Hoffnung ist schon groß, dass es den Menschen gefällt."

Zur Sache:

Stefan Laskos "Ein Freudiander kennt seinen Schmerz" ist ab 6. Juni im Kabarett Niedermair zu sehen. Karten um 16,50 Euro auf www.niedermair.at
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