Akademie
Wie die Ausbildung zum Reinigungstechniker in Liesing aussieht

- Christoph Guserl, Geschäftsführer der Gebäudereinigungsakademie, im hauseigenen U-Bahn-Waggon.
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In der Gebäudereinigungsakademie im 23. Bezirk gibt es eine Berufsschule, in der Spannendes gelehrt wird. Die Ausbildung zum Reinigungstechniker und zur Reinigungstechnikerin hat viele Facetten und erfordert einiges an Wissen und Können.
WIEN/LIESING. Ein Hotelzimmer, eine Sauna, ein Krankenzimmer mit OP-Saal, eine Küche und sogar ein U-Bahn-Waggon: Bei einem Rundgang durch die Gebäudereinigungsakademie staunt die Besucherin darüber, was sich in dem unscheinbaren Gebäude in der Eduard-Kittenberger-Gasse 56 so alles verbirgt. Hier erlernen Interessierte das Wissen, das es zum Reinigungstechniker oder zur Reinigungstechnikerin braucht. Und dieses Wissen ist nicht zu unterschätzen.
"Die Grundidee der Gebäudereinigungsakademie ist es, Erwachsene aus- und weiterzubilden", erklärt Geschäftsführer Christoph Guserl. Die Berufsschule der Branche befindet sich eigentlich im niederösterreichischen Lilienfeld. Weil aber Wiener Unternehmen Schwierigkeiten hatten, Lehrlinge zu finden, sei 2016 die Idee einer Berufsschule in Wien aufgekommen.

- In diesem Raum wird auf diversen Bodenbelägen geübt. Dabei werden die verschiedenen Oberflächen natürlich auch zuvor professionell beschmutzt.
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Schließlich wurde zusätzlich zur Akademie eine private Berufsschule gegründet. Diese besitzt mittlerweile das Öffentlichkeitsrecht und wird damit als ganz normale, offizielle Ausbildungsstätte geführt.
Alles zur Reinigungstechnik
Hier können junge Menschen neben ihrer Lehrzeit in einem Betrieb sowohl ihre Fertigkeiten üben als auch alles über das Handwerk der Reinigungstechnik erfahren – und dazu gehört so einiges. Diverse Formen der Reinigung und Anwendungstechniken, Maschinen- und Materialkunde stehen etwa auf dem Lehrplan. Besonders wichtig sei die Materialkunde, meint Guserl. "Ein Reinigungstechniker muss wissen, welche chemischen Mittel für welche Oberfläche verwendet werden." Dafür gibt es in der Akademie einen eigenen großen Raum, in dem auf diversen Bodenbelägen geübt wird. Neben der Reinigung geht es hier um die Sanierung von Oberflächen.

- Auch der Einsatz von Maschinen muss geübt sein.
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"Gereinigt wird überall." Deshalb zeigen die Lehrlinge in einer hauseigenen U-Bahn-Garnitur sowie in Räumen, die als Hotel, Wellnessbereich oder als Patientenzimmer ausgestattet sind, ihr Können. Denn die Ausbildung umfasst auch Fertigkeiten für Dienste in Industrieanlagen und Büros, in der Gastronomie oder im Gesundheitsbereich. Hier steht denn auch die richtige Desinfektion am Lehrplan.
Doppelte Lehre und Aufstiegschancen
"Je mehr man sich mit Reinigungstechnik beschäftigt, umso faszinierender ist sie", ist Guserl überzeugt. Viele junge Menschen würden sich zuerst für den Beruf interessieren, aber dann von den Eltern wieder davon abgebracht werden. Der Grund: das verbesserungswürdige Ansehen des Berufszweigs hierzulande.

- In jedem Raum wartet eine andere Herausforderung.
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Dabei handle es sich um ein spannendes Handwerk mit großen Aufstiegschancen, bekräftigt Guserl. "Der beste Weg, um das Image der Branche aufzuwerten, ist es, bei der Arbeit vor Ort eine gute Leistung zu zeigen." In der Berufsschule kann man übrigens auch eine Doppellehre absolvieren, mit zusätzlicher Ausbildung zum Bürokaufmann oder zur Bürokauffrau.
In der Ausbildungsstätte in Liesing wird mehrmals im Jahr bei den "Job-Days" über das Ausbildungsangebot informiert. Für Interessierte empfiehlt Guserl, sich bei der Berufsschule selbst zu melden oder sich über das AMS-Portal zu informieren. Dort findet man auch offene Lehrstellen in den Wiener Betrieben.
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