13.02.2017, 08:18 Uhr

Bauprojekt genehmigt: Neue Wohnungen für die Geigergasse

106 neue Wohnungen für Margareten: So soll der Komplex in der Geigergasse 5–9 aussehen. (Foto: Huss Hawlik Architekten ZT GmbH)

106 Mieteinheiten entstehen in der Geigergasse 5-9. Die Bauarbeiten startet bereits im März.

MARGARETEN. Im Fünften entsteht ein neuer Wohnkomplex. Die Immobilienfirma ARE entwickelt in der Geigergasse 5–9 ein Wohnprojekt mit 106 Mieteinheiten. In den kommenden Wochen werden einstöckige Zubauten auf dem Projektareal abgetragen und bereits im März starten die Bauarbeiten für ein Wohnhaus mit sieben Obergeschoßen.

Das vierstöckige Bürogebäude in dem die Volkshilfe, das Österreichische Komitee für Soziale Arbeit sowie der Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds eingemietet sind, bleibt erhalten und wird abschnittsweise saniert bzw. adaptiert. Der an der Adresse ansässige Verein Neustart ist für die Dauer der Bauarbeiten in ein Ausweichquartier übersiedelt und zieht 2018 wieder zurück.

Für die neuen Bewohner wird eine Tiefgarage mit 55 Stellplätzen gebaut. Ein Kleinkinder- und Jugendspielplatz ist auf dem Areal geplant. Alle Wohnungen sind zwischen 40 und 80 Quadratmeter groß und verfügen über eine Freifläche.

Fertigstellung im Herbst 2018

Läuft alles plangemäß, sind die Mietwohnungen im Herbst 2018 bezugsfertig und die Sanierungsarbeiten im Bürogebäude abgeschlossen. Dabei war die Verwirklichung des Projekts noch bis vor Kurzem in der Schwebe.

"Ein Anrainer hatte im Sommer 2016 Einspruch gegen die Baubewilligung erhoben. Dieser Einspruch wurde vom Verwaltungsgerichtshof behandelt und abgewiesen. Jetzt liegt eine rechtskräftige Baubewilligung vor und es kann wie geplant gebaut werden", so Sabine Gaggl vom ARE Konzern.

"Überprüfung war wichtig"

Wie von der bz berichtet, sei das geplante Bauprojekt laut dem Anrainer zu hoch und der Abstand zur Grundgrenze nicht eingehalten worden und widerspräche damit der Bauordnung und dem Flächenwidmungsplan.

Unterstützung bekam der Anrainer von der FPÖ Margareten, die im Juni 2016 im Bauausschuss gegen das Projekt gestimmt hat. "Das zuständige Verwaltungsgericht hat entschieden und das ist zur Kenntnis zu nehmen. Es war aber wichtig, dass diese Entscheidung durch eine höhere Instanz noch einmal geprüft wurde", so Fritz Simhandl, Klubobmann der FPÖ Margareten über die erteilte rechtskräftigen Baubewilligung. Nun kann das Bauvorhaben mit der ursprünglich geplanten Höhe verwirklicht werden.

Zur Sache

ARE ist seit Jänner 2013 operativ tätig und einer der größten Immobilieneigentümer in Österreich. Das Portfolio umfasst 572 Büro-, Gewerbe- und Entwicklungsliegenschaften mit rund 1,7 Millionen Quadratmetern vermietbarer Fläche. Der Verkehrswert des Bestandes beträgt rund 2,3 Milliarden Euro.

Das Projekt in der Geigergasse ist Teil der ARE Wohnbauinitiative. Bis zum Jahr 2020 investiert die ARE bis zu zwei Milliarden Euro in Wohnungen. Rund eine Milliarde der Wohnbauinitiative entfällt auf bis zu 6.000 freifinanzierte Mietwohnungen. Die zweite Milliarde investiert die ARE in bis zu 4.000 freifinanzierte Eigentumswohnungen, die teilweise gemeinsam mit Projektpartnern entwickelt und verkauft werden.
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