27.02.2018, 08:19 Uhr

Opernstar und Margaretnerin aus Überzeugung

Freiwillig würde sie nie aus Margareten wegziehen, sagt Jowita Sip. (Foto: Thomas Busek)

Seit 10 Jahren lebt Jowita Sip im 5. Bezirk - das feiert sie mit einem Konzert am 9. März in der Bezirksvorstehung. Klassik-Fans und alle die es noch werden wollen, sind herzlich eingeladen!

MARGARETEN. Auch wer bisher noch kein Klassik-Fan ist – "vor diesem Abend müssen Sie sich nicht fürchten", sagt Jowita Sip. Gemeint ist der Abend des 9. März, an dem die Opernsängerin aus Margareten ausnahmsweise nicht auf einer der großen Bühnen dieser Stadt steht, sondern im Festsaal Margareten auftritt. Und dabei wird auch gefeiert – und zwar, dass Jowita Sip seit zehn Jahren im 5. Bezirk wohnt. "Margareten war schon damals ein Künstlerbezirk – deshalb hat es mich hierher gezogen. Das wäre der 1. Bezirk vielleicht auch – aber Margareten ist auch leistbarer", fügt sie schmunzelnd hinzu.

Ob sie nach zehn Jahren immer noch glücklich mit ihrer Wahl ist? "Absolut! Freiwillig ziehe ich hier nicht weg", so Jowita Sip. Und von Margareten aus hat sie auch die großen Bühnen dieser Stadt erobert: von der Volksoper über Burg- und Akademietheater bis hin zum Musikverein. Denn ihr Repertoire ist vielseitig – Donizetti, Mozart, Verdi, Strauss, Strawinsky und viele andere hat die Expertin für Opern und Operetten schon gesungen. Wenngleich sie all die großen Komponisten auf Lager hat, für den Abend im Margaretner Amtshaus ist etwas anderes geplant. "Ich werde eher unbekanntere Komponisten aus ganz Europa präsentieren. Das heißt, ich singe auch auf Italienisch, Polnisch oder Tschechisch", so die offenbar sprachbegabte, in Polen geborene Sängerin. Weil eines hätten all die Werke, die sie singen wird, gemeinsam: "Die wunderschöne Melodie." Und das sei auch der Grund, warum der Abend gerade für Klassik-Einsteiger viel zu bieten hat. "Das ist keine schwer verdauliche Kost."

Abwechslungsreich wie das Essen

Apropos Kost: Jowita Sip isst laut eigenen Aussagen sehr gerne ("auch wenn man mir das nicht ansieht") und mit der Musik sei es wie mit dem Essen: "Man kann nicht jeden Tag Sauerkraut essen. Man braucht immer Abwechslung."
Das bestätigt Jowita Sip mit ihren vielseitigen Aktivitäten: Von 25. bis 27. Mai wird sie im Rahmen des Volkstheater-Festivals „Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft“ mit dem jungen Volkstheater auftreten. Und im Sommer steht noch mehr Abwechslung am Programm: Sip wird in Großbritannien an einem Filmdreh mitwirken. "Luton to Leicester" heißt die Komödie, für die bereits ein Profil auf der Film-Plattform "IMDb" angelegt ist, in der auch die "Opernsängerin aus Wien" vorkommt.
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