Bezirksvertretungssitzung
Mariahilf will "Tactical Urbanism" & Benennung "Regenbogensteg"

SPÖ, ÖVP, Neos und FPÖ stellten einen Antrag zur geeigneten Kennzeichnung der Schrittgeschwindigkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie E-Scooterfahrerinnen und E-Scooterfahrer in der Fußgängerzone Mariahilfer Straße. | Foto: Salme Taha Ali Mohamed
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  • SPÖ, ÖVP, Neos und FPÖ stellten einen Antrag zur geeigneten Kennzeichnung der Schrittgeschwindigkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie E-Scooterfahrerinnen und E-Scooterfahrer in der Fußgängerzone Mariahilfer Straße.
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Vor allem die Mariahilfer Schulvorplätze sorgten in der Bezirksvertretungssitzung am Donnerstag, 18. Juni, für Diskussionen. Aber auch über eine mögliche Benennung des "Wiental-Stegs" wurde debattiert.

WIEN/MARIAHILF. Von der Attraktivität von Schulvorplätzen über Kennzeichnungen auf der Mariahilfer Straße bis hin zum möglichen Regenbogensteg: Die jüngste Bezirksvertretungssitzung am Donnerstag, 18 Juni, sorgte für Diskussionen.

Die Grünen, SPÖ und Neos stellten einen gemeinsamen Antrag, welcher den vermehrten Einsatz von "Tactical Urbanism" auf den Mariahilfer Schulvorplätzen vorsieht. "Tactical Urbanism" bedeutet konkret, kostengünstige und gegebenenfalls temporäre Maßnahmen im öffentlichen Raum umzusetzen. Dazu zählen beispielsweise Begrünungselemente, temporäre Sitzgelegenheiten oder gestalterische Bodenmarkierungen.

Neupositionierung der Roten?

Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Paul Stein (Grüne) meint erfreut: "Die SPÖ Mariahilf gibt nach einem jahrzehntelangen Rückzugsgefecht ihre konservative, verkehrspolitische Linie auf. Die Bezirksvorsteherin meinte 2020 'Pop-up Lösungen mögen gut für Schlagzeilen sein, eine langfristige Verbesserung der Lebensqualität schaffen sie nicht'." Damals ging es um einen temporären Gehweg beim Apollokino, erklärt Stein weiter und verweist auf eine aus seiner Sicht kompletten Neupositionierung der Roten.

Eine angebliche Neupositionierung der Roten stieß SPÖ-Klubvorsitzenden Bernhard Stoik sauer auf. | Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
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Das stieß SPÖ-Klubvorsitzenden Bernhard Stoik sauer auf. "Mehr als euer Logo auf den Antrag zu geben, habt ihr bisher nicht gemacht." Zudem meinte Stoik: "Ich finde es auch interessant, dass du der Bezirksvorsteherin etwas vorwirfst, obwohl sie 2020 noch nicht einmal Bezirksvorsteherin war. Versucht konstruktiv zu sein und nicht permanent die Bezirksvorsteherin anzupatzen." Nach dem Wortgefecht wurde der Antrag mehrheitlich der Kommission für Planung, Entwicklung und Gestaltung mehrheitlich zugewiesen.

Benennung Regenbogensteg

Mariahilf und Margareten verbindet bei der Linken Wienzeile eine Brücke, welche umgangssprachlich "Wiental-Steg" genannt wird. In der vergangenen Bezirksvertretungssitzung in Margareten stellten Neos und Grüne bereits einen Antrag zur Benennung zum Regenbogensteg. In der Mariahilfer Bezirksvertretungssitzung schlossen sich neben Grüne und Neos auch KPÖ/Links sowie die SPÖ dem Antrag an, welcher mehrheitlich angenommen wurde. Ob der Steg benannt wird, hängt schlussendlich vom Gemeinderat ab.

Des Weiteren stellten SPÖ, ÖVP, Neos und FPÖ einen Antrag zur geeigneten Kennzeichnung der Schrittgeschwindigkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie E-Scooterfahrerinnen und E-Scooterfahrer in der Fußgängerzone Mariahilfer Straße.

Seit der Neugestaltung der Einkaufsstraße vor zehn Jahren hat sich das Verkehrsaufkommen durch den massiven Anstieg elektrisch betriebener Fahrzeuge geändert. Dadurch komme es laut Antrag vermehrt zu gefährlichen Situationen, welche man durch eine geeignete Kennzeichnung durch Piktogramme bei allen Einfahrten entschärfen könne. Stein beantragte die Zuweisung zur Mobilitätskommission. Diese fand allerdings keine Mehrheit. Der Antrag selbst wurde mehrheitlich angenommen.

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Mariahilf und Margareten verbindet bei der Linken Wienzeile eine Brücke, welche umgangssprachlich "Wiental-Steg" genannt wird. | Foto: Neos Margareten
Eine angebliche Neupositionierung der Roten stieß SPÖ-Klubvorsitzenden Bernhard Stoik sauer auf. | Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Paul Stein (Grüne) meint erfreut: "Die SPÖ Mariahilf gibt nach einem jahrzehntelangen Rückzugsgefecht ihre konservative, verkehrspolitische Linie auf.  | Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
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