Demonstration in Meidling
Platzl-Ball statt Opernball bei der Donnerstagsdemo

Bei der heutigen Donnerstagsdemo wird am Meidlinger Platz ein "Platzl-Ball" veranstaltet. Gleichzeitig findet in der Staatsoper der Opernball statt.
  • Bei der heutigen Donnerstagsdemo wird am Meidlinger Platz ein "Platzl-Ball" veranstaltet. Gleichzeitig findet in der Staatsoper der Opernball statt.
  • Foto: Michael Obex/Do
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

MEIDLING. Im 12. Bezirk werden heute tausende Menschen gegen die ÖVP-FPÖ Bundesregierung auf die Straße gehen. Los geht es um 18 Uhr am Bahnhof Meidling. Dann zieht die wöchentliche Donnerstagsdemo über die Meidlinger Hauptstraße zum Meidlinger Platz. Dort laden die Organisatoren zum „Platzl-Ball“ als Alternative für jene, "die ihre Zeit lieber dafür verwenden, zusammen mit anderen an einer besseren Welt für alle zu arbeiten, als am Opernball Champagner zu schlürfen und Frankfurter um 12 Euro zu essen", wie es in der Aussendung der Demo heißt.

Opernball und Straßensperren

Denn gleichzeitig findet heute in der Wiener Innenstadt der Opernball statt.
Von 19.30 bis 23 Uhr wird aus diesem Grund die Ringstraße zwischen dem Schwarzenbergplatz und der Operngasse sowie die Kärntner Straße zwischen Karlsplatz und Opernring gesperrt. 

Der Verkehr in den von Sperren betroffenen Bereichen wird lokal umgeleitet. Besucher, die von Wieden, Margareten oder Mariahilf über den Karlsplatz und der Kärntner Straße zufahren möchte, werden über die Lothringer Straße und den Schwarzenbergplatz umgeleitet, informierte die Polizei in einer Aussendung am Mittwoch. Eine eigene Opernballdemo wird heute nicht stattfinden. 

Zwischen Wohlstand und Armut

Passend zum Opernball sind die Schwerpunktthemen dieser Woche bei der Donnerstagsdemo soziale Ungleichheit und Gerechtigkeit und die Verteilung von Wohlstand sein. Dazu werden auf der Kundgebung die Soziologin Laura Wiesböck, die an der Uni Wien zu sozialer Ungleichheit forscht, Luzenir Caixeta und Maira Enesi, die über globale Ungleichheit und deren Verbindungen zu Rassismus, Kolonialismus und Geschlechterfragen sprechen sowie die Meidlingerin Rosa Czerny, die von eigenen Armutserfahrungen und ihrem politischen Engagement, das daraus resultierte, berichten. Hinzu kommt die Menschenrechtsexpertin Marianne Schulze, die über verschiedene Aspekte der von Schwarzblau geplanten Sicherungshaft sprechen wird.

Darüber hinaus gibt es bei der Kundgebung Musik und Performances von Skaterinnen von Vienna Roller Derby, The Thursday Improvisers, dem Wiener Beschwerdechor, Stimmgewitter, Samira Dezaki und vom Halay City Marathon. Für den Abschluss sorgen So-Slow Phist & Kim Kartrashian East.
"Natürlich gehen wir jeden Donnerstag auch gegen die Politik der schwarzblauen Regierung auf die Straße. Aber eigentlich geht es darum, sich gegen die ausbeuterischen, rassistischen, sexistischen Verhältnisse zu organisieren, die solche Regierungen überhaupt hervorbringen", so Laura Holzinger-Şahan von der Do-Demo.

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