Brunn am Gebirge
Unsichere Zukunft für das Tierheim

die Leiterin des Tierheims Beatrice Schneider mit der Hündin "Ally" (11.12.2020)
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  • die Leiterin des Tierheims Beatrice Schneider mit der Hündin "Ally" (11.12.2020)
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BEZIRK MÖDLING. Haustiere sind auf die Hilfe und artgerechte Haltung der Menschen angewiesen. Doch leider ist die richtige Fürsorge der Besitzer nicht immer so wie sie sein sollte. Allein im Tierheim in Brunn am Gebirge werden pro Jahr etwa 400 Tiere abgegeben. Nach der Einschätzung der Leiterin des Heimes, Beatrice Schneider, erfolgen die meisten Fälle durch Abnahme wegen schlechter Haltungszustände. „Im Moment kommt es sehr oft vor, dass eine Abnahme stattfindet, weil jemand das Tier schlecht hält. Die einzigen Tiere, die wir derzeit bekommen, sind entweder Abnahmen oder Fundtiere. Wir nehmen derzeit die Abnahmen von den Tierärzten, denn das ist Vorschrift. Wir betreuen auch gewisse Gebiete und nehmen die dort gefundenen Tiere auf. Oft sind das keine gesunden Tiere, weil wer setzt sein Tier schon aus?“

Rettung im Gnadenhof

Das im Jahr 1994 gegründete Tierheim bietet ebenso einen Gnadenhof für diejenigen Tiere an, welche keine passenden Besitzer mehr finden. „Der Gnadenhof ist für die älteren Tiere, die nicht zu vermitteln sind. Wenn wir einen guten Platz finden, können wir die natürlich auch vermitteln, aber der Platz sollte natürlich besser sein als das, was momentan dem Tier geboten wird.“ Frau Schneider erzählt, dass man dabei im Laufe der Zeit auch ein gutes Gespür für Menschenkenntnis entwickeln muss. „Wir wollen die Leute kennenlernen und wissen, ob das auch für sie passt. Jeder hat das Recht ein Tier auch zurückzugeben, aber ich möchte, dass sich die Leute das vorher gut überlegen. Wenn wir uns bei Leuten nicht sicher sind, müssen wir diese öfter kommen lassen, damit wir sie besser einschätzen können.“

Prekäre Lage

Sehr prekär bleibt dabei die Lage bezüglich der derzeitigen Pacht des 9.000 Quadratmeter großen Grundstücks. Hier haben schon vor ein paar Monaten mehrere Medien von einem drohenden Aus berichtet. Eine damals geäußerte Bitte, die Pacht im Sinne der Tiere und eines guten Zwecks nicht zu erhöhen, wurde seitens des Besitzers, „Tierschutz Austria“, schließlich nicht nachgekommen. „Der Pachtvertrag läuft Ende 2022 aus und dann soll die Pacht wieder erhöht werden. Wir zahlen jetzt schon dreieinhalb Mal so viel wie vorher und ab Ende 2022 soll es noch mehr werden. Deshalb suchen wir dringend ein Grundstück, wo wir mit unseren Tieren unterkommen können. Wenn der Betrag ständig erhöht wird, hat das auf Dauer keine Zukunft.“ Das Tierheim ist somit auf jegliche Unterstützung angewiesen und freut sich sowohl über Geld- als auch passende Sachspenden. Alle weiteren Informationen dazu sind über www.tierheim-brunn.at abrufbar.

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