Lauf-Challenge
Via Mödling auf den Schneeberg

Florian Peters, Lucius Wolter und Maximilian Klakow (v.l.n.r.)
  • Florian Peters, Lucius Wolter und Maximilian Klakow (v.l.n.r.)
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Rainer Hirss

BEZIRK MÖDLING. Lucius Wolter (40) aus Brunn ist Musicaldarsteller und spielt derzeit bei Cats im Ronacher Theater Wien. Mit seinen Branchenkollegen Maximilian Klakow aus Wien und Florian Peters (wohnt derzeit in Holland), die er einst bei der Zusammenarbeit am Musical 'Mozart!' am Raimundtheater kennengelernt hatte, eint ihn die Laufleidenschaft und die Liebe zum Wienerwald und zur Schneebergregion. Bislang hatten die drei bereits an einigen Bergläufen wie dem Großglockner Ultratrail, dem Hochkönigman, dem Wienerwald Ultratrail oder dem Schneebergtrail teilgenommen. Allerdings nie über längere Distanzen als 60 km.

"Verrückte Idee"

Im Juli hat sich das sportliche Trio zu einer Unternehmung der besonderen Art entschlossen: "Im Sommer 2019 hatten wir das erste Mal die verrückte Idee, die Strecke vom Stephansdom in Wien bis zum Schneeberg zu laufen. In der für die drei Darsteller leider arbeitsfreien Corona-Zeit wurde das ehrgeizige Ziel in Angriff genommen und, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, auch gleich mit einer Spendenaktion für die Organisation 'Protect our Winters' verbunden.
Um 1 Uhr nachts machten sich die drei auf zum Stephansdom, wo um 2 der Start erfolgte. "Wien in nächtlicher Stille im Laufschritt zu erleben war eine faszinierende Erfahrung", erzählt Wolter über die Strecke, die schließlich über Brunn nach Mödling und dort mit Stirnlampe auf den Anninger führte, wo es einen prächtigen Sonnenaufgang zu bewundern gab. In Baden gab es die erste Stärkung, warteten doch noch zahlreiche weitere Gipfel: "Knapp vor der Marathon-Marke haben wir den Hohen Lindkogel erreicht, von wo es ohne Pause weiter ging nach Pottenstein zur nächsten Verpflegungsstation. Auf den letzten Metern hierhin erlebten wir die ersten echten kleinen Einbrüche, auch bedingt durch die stark ansteigenden Temperaturen. Wir waren froh, als wir endlich meine Familie mit den rettenden, kühlenden Getränken sahen."

Nur nicht anhalten

Weiter führte der Weg über Hohen Mandling und Gutenstein, ehe es im Schneebergland ans Eingemachte ging: Stetig ansteigend, mit Blasen an den Füßen, schmerzenden Muskeln und komplett verschwitzt kämpften sie sich bis zur Edelweißhütte am Schneeberg, als Mantra die wichtigste Ultralauf-Weisheit: Hauptsache in Bewegung bleiben, egal wie, nur nicht anhalten. Nach insgesamt 90 Kilometern konnten die Läufer dann erschöpft den mitgereisten Freunden und Familienmitgliedern in die Arme fallen - "Kaputt", aber auch "voller Stolz und Erstaunen über das Erlebte, das Durchhaltevermögen des menschlichen Körpers und voller positiver Eindrücke und Emotionen", freut sich Wolter. Aber auch seinen guten Zweck hat der Lauf erfüllt: "Wir sind glücklich, dass wir durch unsere Challenge Spenden für die Organisation „Protect our Winters“ sammeln - insgesamt rund 1.000 € - und so auf das Problem des Klimawandels aufmerksam machten konnten."

Infos zum Lauf gibt's auf dem Instagram Account trail_jaeger.

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