Interessante Vorgänge in Israel
Netanyahu wechselt seinen Namen!

Kurioser Namenswechsel in Israel, der für Aufsehen in den israelischen Medien sorgt | Foto: Pix-Off/Pixabay
  • Kurioser Namenswechsel in Israel, der für Aufsehen in den israelischen Medien sorgt
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  • hochgeladen von Marianne Foregger

Ein neuer Name sorgt derzeit in Israel für Schlagzeilen. Yair Netanyahu, der Sohn von Premierminister Benjamin Netanyahu, soll seinen Namen offiziell geändert haben. Künftig tritt er laut einem Bericht der Zeitung Haaretz als Yonatan Hon auf. Doch auch sein Vater, Premier Benjamin Netanyahu soll im Ausland schon unter anderem Namen aufgetreten sein.

Dem Bericht zufolge belegen Dokumente der israelischen Steuerbehörde die Änderung. Die Identifikationsnummer blieb unverändert, lediglich der Name wurde ausgetauscht. Während Steuerunterlagen aus dem Jahr 2024 noch auf Yair Netanyahu ausgestellt waren, erscheint in neueren Dokumenten bereits der neue Name.

Warum der Namenswechsel erfolgte, ist bislang nicht bekannt. Eine offizielle Erklärung gibt es nicht. Genau das wirft Fragen auf. Denn gerade der Name Netanyahu gehört weltweit zu den bekanntesten und gleichzeitig umstrittensten Familiennamen der israelischen Politik.

Ganz neu ist der Umgang mit alternativen Namen innerhalb der Familie allerdings nicht. Auch Benjamin Netanyahu selbst nutzte im Ausland in der Vergangenheit einen anderen Namen. Sein Sohn Avner trat ebenfalls bereits unter einem anderen Nachnamen auf.

Interessant ist außerdem eine frühere Aussage des Premierministers. Benjamin Netanyahu erklärte einst, dass er und seine Frau bewusst darauf verzichtet hätten, einen ihrer Söhne nach seinem im Jahr 1976 getöteten Bruder Yonatan zu benennen. Seine Begründung: Man lege einem Kind damit eine zu schwere Last auf. Umso bemerkenswerter wirkt nun, dass ausgerechnet der Name Yonatan heute Teil des neuen Namens seines Sohnes ist.

Nach israelischem Recht dürfen Bürger ihren Namen grundsätzlich alle sieben Jahre ändern, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Ob hinter der Entscheidung persönliche Gründe, familiäre Motive oder praktische Überlegungen stehen, bleibt offen. Fest steht bislang nur eines: Aus Yair Netanyahu ist in den offiziellen Unterlagen Yonatan Hon geworden. Und genau das sorgt derzeit für reichlich Gesprächsstoff.

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