Bezirk Mödling
Achau beschließt Partnerschaftsvertrag für mögliches Windkraftprojekt
- Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags der Gemeinde mit dem Betreiberkonsortium Energiepark Bruck/Leitha und Wien Energie.
- Foto: Gemeinde Achau
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Wichtiger Zwischenschritt, Genehmigung bleibt ausschließlich Sache des Landes Niederösterreich.
BEZIRK MÖDLING. Der Achauer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Abschluss einer Zusammenarbeitsvereinbarung mit dem Betreiberkonsortium Energiepark Bruck/Leitha und Wien Energie mehrheitlich beschlossen. Mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags wurde ein weiterer Schritt in einem bereits seit mehreren Jahren laufenden Entwicklungsprozess gesetzt.
Bürgermeisterin Marion Thurner betont, dass die Vereinbarung einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung eines Windparks in der Gemeinde Achau darstellt. Darin werden die privatrechtlichen Interessen der Gemeinde Achau detailliert geregelt. Klargestellt wird, dass über die Genehmigung eines Windparkprojektes das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung im Zuge eines Genehmigungsverfahren entscheidet.
Mehrjähriger Prozess
Bereits 2023 bekannte sich der damalige Gemeinderat einstimmig dazu, das Projekt weiterzuverfolgen. 2024 wurden die bereits 2014 ausgewiesene Windkraftzone in unserer Gemeinde seitens des Landes geprüft und bestätigt, wobei das Naturdenkmal Achauer Haad aus der Zonierung genommen wurde. Dies garantiert, dass in der Achauer Haad keine Windräder errichtet werden dürfen.
- In Achau wurden die Weichen für die mögliche Errichtung eines Windparks gestellt (Symbolbild).
- Foto: Pexels
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Aus dem bereits durch Altbürgermeister Johannes Würstl begonnenen Verhandlungsprozess wurden nach der Gemeinderatswahl 2025 auf Initiative von Bürgermeisterin Marion Thurner die Kräfte gebündelt und ein Betreiberkonsortium der beiden Windkraftbetreiber Energiepark Bruck/Leitha und Wien Energie zu weiteren Verhandlungen mit der Gemeinde eingeladen. Das Ergebnis dieser Verhandlungen mit der Gemeinde ist der am 3. Juli 2026 unterzeichnete Partnerschaftsvertrag. Die Bürgermeisterin bedankt sich ausdrücklich bei Altbürgermeister Johannes Würstl für seine Vorarbeiten.
"Aktiv mitgestalten"
„Wird ein Projekt in der Gemeinde Achau geplant und umgesetzt, dann ist es im Interesse unserer Gemeinde, dieses aktiv mitzugestalten und bestmögliche Bedingungen für Achau zu verhandeln, anstatt auf diese Gestaltungsmöglichkeiten zu verzichten“, begründet Bürgermeisterin Thurner die Entscheidung für den Partnerschaftsvertrag. Im Zuge dessen werden die Interessen der Gemeinde gewahrt und geregelt. Die hohe Zustimmung im Gemeinderat lässt auf einen breiten Rückhalt des Projektes in der Bevölkerung schließen. Die beiden Projektpartner haben der Gemeinde zugesichert, durch weitere Informationen die Akzeptanz zur regionalen Windkraft in der Bevölkerung weiter zu erhöhen.
Initiativantrag geprüft
Der Initiativantrag der FPÖ Achau zur Durchführung einer Volksbefragung wurde auf Grundlage zweier unabhängiger Rechtsgutachten geprüft. Beide Gutachten kamen zum Ergebnis, dass der Antrag in der eingebrachten Form die gesetzlichen Voraussetzungen der Niederösterreichischen Gemeindeordnung nicht erfüllt, wie die Gemeinde informiert. Aufgrund dessen hat der Gemeinderat den Antrag abgelehnt.
Die Gemeinde Achau wird die Bevölkerung weiterhin laufend über den Projektstand und die nächsten Verfahrensschritte informieren. In den kommenden Wochen sind Informationsmaßnahmen vorgesehen. Zusätzlich werden die betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer gesondert informiert.
Selbst bei einem positiven Verlauf sämtlicher Verfahren wird die Umsetzung eines Windkraftprojektes in der Gemeinde Achau einige Jahre benötigen. Voraussetzung hierfür bleibt eine Genehmigung durch die zuständigen Behörden des Landes Niederösterreich.
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