Stadttheater Grein
Geplanter Zubau "schrumpft" nach Kritik

Das Stadttheater Grein wird um vier Millionen Euro saniert, der Haupteingang in die Rathausgasse verlegt.
  • Das Stadttheater Grein wird um vier Millionen Euro saniert, der Haupteingang in die Rathausgasse verlegt.
  • Foto: Architekt Klaus Leitner
  • hochgeladen von Michael Köck

Geplanter Lift bei Stadttheater führt nicht mehr bis in Galerie und wird dadurch kleiner.

GREIN. Die geplante Verlegung des Stadttheater-Haupteingangs in die Rathausgasse sorgte für Wirbel. Der vorgesehene turmähnliche Zubau mit Lift und Treppe zwischen Theater und Stadtamt stieß besonders Anrainern sauer auf. Nun wurde der Entwurf, der Teil der Sanierung des Kulturjuwels um vier Millionen Euro ist, überarbeitet. Eine Projektgruppe mit Vertretern aller Fraktionen begleitete den Prozess.

Pläne wurden präsentiert

Architekt Klaus Leitner präsentierte am Mittwoch in Grein die neuen Pläne: "Es war nicht einfach, wir haben uns mit Bundesdenkmalamt und Förderstellen abgestimmt. Die große Änderung: Die Empore (Anm. die Galerie) ist nach innen erschlossen, nicht mehr über das Stiegenhaus. Das drückt das Volumen des Zubaus nach unten." Bürgermeister Rainer Barth ergänzt: "Erschlossen werden Zuschauerraum und Bühne. Somit reduziert sich die Höhe erheblich. Das jetzt schräge Dach erhöht Sonneneinstrahlung und Blickwinkel von der Stadt aus. Auch die Grundfläche konnte etwas reduziert werden. Der Gedanke eines einladenden Theatereinganges und Nutzung der Kellergewölbe für Empfang, Garderobe und barrierefreier Zugang zur Gastronomie bleibt."

Baubeginn: Vorarbeiten heuer realistisch

Die neuen Pläne wurden mit den Nachbarn besprochen. "Auch wenn nicht alle Wünsche berücksichtigt werden konnten, haben wir wesentliche Verbesserungen erzielt", sagt Barth. Kultur-Stadtrat Lothar Pühringer: "Die Nachbarn sind bei der Bauverhandlung dabei und wir schauen, es im guten Einvernehmen über die Bühne zu bringen." Im nächsten Gemeinderat soll das Projekt, das zu 100 Prozent vom Land finanziert wird, beschlossen werden. "Gewisse Vorarbeiten sind noch heuer realistisch, der Hauptteil im Frühjahr 2020", sagt Barth.

Architekt: "Kulturgut europäischen Ranges"

Architekt Leitner sprach vom Theater als "Kulturgut europäischen Ranges": "Wir sind gut beraten, damit äußerst sorgsam umzugehen. Man sieht, dass Erneuerung und Sanierung dringend nötig sind." Der historische Raum wird optisch aufgefrischt, besonders das Holz hat gelitten. Der Zubau sei auch eine Art "Klimaschleuse", die vorgesetzt werde. Auch eine neue Lüftung kommt.

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