Lanzenberg
Hecken gesetzt und neue Lebensräume geschaffen
- Grundbesitzer und Jäger in Lanzenberg
- Foto: Privat
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Im Zuge einer Flurneuordnung haben 15 Jäger und Grundbesitzer in Lanzenberg rund 300 Bäume und Sträucher gepflanzt. Neben einer effizienteren Bewirtschaftung entstehen neue Lebensräume für Wildtiere, Vögel und Insekten.
PERG. Die Pflanzaktion ist Teil eines umfassenden Projekts zur Grundzusammenlegung, bei dem Grundstücke neu eingeteilt und erschlossen werden. Ziel der Maßnahmen ist es, die land- und forstwirtschaftlichen Flächen neu zu strukturieren, die Bewirtschaftung zu erleichtern und gleichzeitig ökologische Ausgleichsflächen zu schaffen.
Lebensraum für Tiere
Neben der Neuordnung der Flächen wurde ein neuer Wirtschaftsweg errichtet, um die Erreichbarkeit der Grundstücke zu verbessern und den Arbeitsaufwand für die Bewirtschafter zu reduzieren. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Anlage von Heckenstrukturen. Gepflanzt wurden unter anderem Feldahorn, Hartriegel, Heckenkirsche, Pfaffenkäppchen, Schlehdorn und Traubeneiche. Die Gehölzstrukturen sollen künftig als Rückzugsräume für Wildtiere, Vögel und Insekten dienen und so zur Erhöhung der Biodiversität beitragen. In einem weiteren Schritt werden Ende April Magerwiesen angelegt, um die Lebensräume der Tiere zu vernetzen und weitere Rückzugsgebiete zu schaffen.
"Nutzung und Naturschutz"
Auch aus der Jägerschaft wird die Maßnahme positiv bewertet: „Jagd bedeutet Verantwortung für den Lebensraum“, sagt Martin Baumgartner, Grundbesitzer und Jäger. „Mit solchen Pflanzungen schaffen wir Strukturen, die Wildtieren Schutz und Nahrung bieten – das ist gelebte Hege.“ Grundbesitzer Thomas Oskar ergänzt: „Die Verbindung von moderner Landwirtschaft und ökologischen Maßnahmen zeigt, dass Nutzung und Naturschutz Hand in Hand gehen können.“
Zur Sache
Begleitet wurde das Projekt von der Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes Oberösterreich. Als entscheidend für den Erfolg solcher Maßnahmen wird die enge Zusammenarbeit mit den Beteiligten vor Ort gesehen. Die Flurneuordnung (Grundzusammenlegung) ist ein Instrument der ländlichen Entwicklung mit dem Ziel, zersplitterte Grundstücksstrukturen neu zu ordnen. Neben der Verbesserung der Bewirtschaftungsbedingungen werden auch ökologische Maßnahmen umgesetzt, um eine nachhaltige und umweltgerechte Nutzung der Kulturlandschaft sicherzustellen.
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