Kraftwerksbrücke Abwinden-Asten ganzjährig geöffnet

Gerhard Fischer (l.) und Wolfgang Schmidt (r.) sind selbst begeisterte Radler.
  • Gerhard Fischer (l.) und Wolfgang Schmidt (r.) sind selbst begeisterte Radler.
  • Foto: Gerhard Fischer
  • hochgeladen von Fabian Buchberger

LUFTENBERG. Seit 2009 ein Radfahrer nach einem Unfall am Donauradweg bei Glatteis den privaten Grundeigentümer geklagt hat, waren die Kraftwerksüberfahrten bei Abwinden und Ottensheim nur noch eingeschränkt passierbar. Nachdem die Gemeinden Ottensheim und Wilhering bereits im Herbst 2016 eine Vereinbarung mit der Verbund Hydro Power zur dauerhaften Öffnung erzielt haben, hat gestern auch der Luftenberger Gemeinderat die ganzjährige Öffnung einstimmig beschlossen.

Auch Landeshauptmann gescheitert

Im Jahr 2014 wurde die Initiative „Ganzjährige Öffnung Donaukraftwerksbrücken“ gegründet. Wolfgang Schmidt aus Enns und Gerhard Fischer, Sprecher der Radlobby Steyregg, wurden als Sprecher auserkoren. Während Schmidt sich vorwiegend um die erfolgreiche Online-Petition und Facebookseite kümmerte – mehr als 1700 Unterstützer der Petition – führte Gerhard Fischer viele direkte Gespräche mit den Beteiligten. "Zu Beginn schien eine mögliche Lösung aussichtslos. Alle Beteiligten betonten, dass man schon 2010 alles versucht habe, sogar der damalige Landeshauptmann Pühringer mit seinen Vermittlungsversuchen gescheitert sei", erklärt Fischer.

Technisches Hindernis

Damals hatten sich viele auf die Verbund Hydro Power eingeschossen, entsprechend verfahren war daher die Ausgangssituation. Unterstützung fand man laut Fischer bei Nationalrat Michael Hammer und Bundesrat Gottfried Kneifel, welche über den damaligen Vizekanzler Mitterlehner das Eis bei der Verbund Hydro Power zum Schmelzen brachten. Knackpunkt blieb aber, dass auf der Kraftwerksbrücke aus technischen Gründen keinerlei Streumittel zu Einsatz kommen dürfen.

Luftenberg entscheidend

Durch viele geführte Gespräche und großer Hartnäckigkeit seitens der Radlobby Steyregg konnte ein Knoten nach dem anderen gelöst werden. „Wir freuen uns sehr über das Zustandekommen einer Lösung und bedanken uns für die großartige Unterstützung aller Beteiligten. Ganz besonders bei der Gemeinde Luftenberg ohne deren Bemühungen und Haftungsübernahmen eine Lösung unmöglich gewesen wäre“, zeigt sich Gerhard Fischer erleichtert.

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