Schule
Nachprüfung: Lernstart in den Ferien

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Nach einer Auszeit werden Wissenslücken geschlossen und der Prüfungsstoff häppchenweise aufgeholt.

PERG. Der Gedanke an eine Nachprüfung im Herbst kann die Ferienlaune ordentlich trüben. Doch: Das Recht auf eine Auszeit haben alle Schüler. "Im Juli ist erst einmal Ruhe angesagt. Der Kopf braucht eine Pause", meint Uschi Klug vom Hilfswerk Perg, das mobile Lernhilfe im Bezirk anbietet. Die Nachhilfelehrer kommen dabei zu den Schülern nach Hause und betreuen diese im Einzelunterricht. "So kann individuell auf den Jugendlichen eingegangen werden. Gerade bei Schülern mit Lerndefiziten ist das ein wesentlicher Vorteil", so Klug.

Jetzt wird gelernt

Spätestens Mitte August ist die Zeit gekommen, um mit dem Büffeln zu beginnen. Vor allem, wenn Prüfungen in mehreren Fächern geschrieben werden, ist ein früherer Start zu empfehlen. Auf den Nachhilfeunterricht alleine sollten sich die Prüflinge aber nicht verlassen. "Nachhilfe dient dazu, Defizite zu erkennen, zu erklären und verbessern. Nur in der Nachhilfe zu lernen, ist aber definitiv zu wenig", betont Klug. Wie viele Stunden am Tag gelernt werden soll, lässt sich nicht pauschal sagen. Zwei Stunden sollten durchaus eingeplant werden, aber irgendwann schaltet der Kopf ab: "Es macht keinen Sinn, sechs Stunden am Tag zu lernen." Gegen Ende der Ferien sei es eine gute Idee, die Prüfungssituation nachzustellen – vor allem mit Zeitlimit, empfiehlt Klug.

Problemfächer
Welche Fächer bereiten den Schülern hierzulande eigentlich besonders Kopfzerbrechen? "Mathematik ist das Nachhilfe-Fach Nummer Eins, gefolgt von Deutsch. Da scheitern unter anderem viele Schüler mit Migrationshintergrund", so Klug.

Preisvergleich der AK

Wenn das Schuljahr schlecht gelaufen ist, steht für viele Schüler und Eltern fest: Alleine kann der Lernstoff für die Nachprüfung nicht mehr bewältigt werden. Im Bezirk Perg können sich "Nachzipf"-Kandidaten neben der mobilen Nachhilfe des Hilfswerks außerdem an die Schülerhilfe und ans Lernstudio Perg wenden. Darüber hinaus gibt es private Nachhilfelehrer und weitere Institute, etwa in Linz. Doch welchen Anbieter wählen? Intensivkurse in den Ferien sind eine gute Möglichkeit, um Schüler auf eine Nachprüfung oder einen guten Start ins neue Schuljahr vorzubereiten. Doch die Kosten sind nicht zu unterschätzen, wie die aktuelle Preiserhebung der AK-Konsumentenschützer aus OÖ zeigt: Für eine Stunde Unterricht in einer Kleingruppe müssen zwischen zwölf und 24 Euro ausgegeben werden und Einzelunterricht kostet von 20 bis 47 Euro pro Stunde. Bei der Auswahl des Institutes sollten Eltern nicht nur auf den Preis schauen, sondern vor allem die Dauer einer Einheit und die Gruppengröße im Auge haben. Weitere Details online unter: ooe.konsumentenschutz.at

Lernwoche für jüngere Schüler

Was tun, wenn der Sprössling zwar keine Nachprüfung schreibt, aber eine kleine Auffrischung brauchen könnte? Wer sein Wissen in den Hauptgegenständen in den Ferien auf den neuesten Stand bringen will, kann an der Lern- und Spaßwoche der Kinderfreunde (1. bis 6. Schulstufe) unter dem Motto „Mit allen Sinnen lernen“ teilnehmen. Sie findet von 26. bis 30. August in Grein, Mauthausen, Ried und St. Georgen/Walde statt. Von 2. bis 6. September läuft die Lern- und Spaßwoche in Saxen, St. Georgen/Gusen und Waldhausen. Anmeldung: 07237/2465 11 oder auf kinderfreunde.cc

Uschi Klug vom Hilfswerk Perg.
Autor:

Helene Leonhardsberger aus Perg

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