Keine Zustellförderung für Gratismedien
Perger Politiker machen sich für MeinBezirk stark
- Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, dass Gratismedien von der Zustellförderung ausgeschlossen sind.
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Die neue Medienförderung sieht 22,5 Millionen Euro frisches Geld für die Zustellförderung vor, in deren Genuss allerdings nur Kaufzeitungen kommen sollen. Regionale Gratismedien wie MeinBezirk gehen also leer aus. MeinBezirk fordert die Bundesregierung zum Umdenken auf.
BEZIRK PERG. Die Debatte über die Zukunft der Volksschule St. Nikola. Die Welle der Hilfsbereitschaft für Familie Astleitner aus Münzbach beim BezirksRundSchau Christkind. Oder einfach der wöchentliche Ausblick auf Feste und Kulturangebote: Ohne die Berichterstattung von MeinBezirk würde ein wesentlicher Faktor für das Leben im Bezirk Perg fehlen. Die Nachrichten kommen wöchentlich kostenlos selbst in die entlegensten Winkel unseres Bezirks. Nun hat die Bundesregierung eine Entscheidung getroffen, die unverständlich ist: Für diesen Einsatz sollen kostenlose Regionalmedien keinen Cent aus der neuen Zustellförderung des Bundes erhalten. Kaufzeitungen hingegen werden mit 22,5 Millionen Euro gefördert.
- Nationalrats-Abgeordnete Rosa Ecker aus Saxen (FP): "Regionale Medien sind mit ihrer Berichterstattung ganz nah an den Menschen."
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MeinBezirk hat bei Politikern aus dem Bezirk Perg nachgefragt, wie sie den aktuellen Gesetzesentwurf bewerten: "Der Mechanismus hinter dieser Neuerung ist problematisch. Förderungen erhalten nur mehr jene Medien, die ein staatliches Verfahren durchlaufen und die vorgegebenen Richtlinien erfüllen. Das bedeutet: Wer auf Regierungslinie liegt, bekommt Fördergelder", kritisiert Nationalrats-Abgeordnete Rosa Ecker (FP).
"Erfahre, was vor Ort passiert"
Die Saxnerin hält fest: "Die regionalen Medien sind für mich deshalb so wichtig, weil sie mit ihrer Berichterstattung ganz nah an den Menschen sind. Dort erfahre ich, was bei mir im Bezirk und vor Ort passiert. Vieles davon findet in den großen Medien gar keinen Platz. Ich lese von Menschen, die ich persönlich kenne, von engagierten Vereinen, von regionalen Themen, das ist mir wichtig. Und ich erfahre von Entwicklungen, die für unsere Region von Bedeutung sind. Genau das leisten regionale Medien." Die Freiheitliche Politikerin meint: "Dieses Gesetz ist in der vorliegenden Form nicht tragbar und darf so nicht beschlossen werden. Es braucht eine grundlegende Überarbeitung und eine weitere Begutachtungsrunde."
"Die regionalen Medien sind für mich deshalb so wichtig, weil sie mit ihrer Berichterstattung ganz nah an den Menschen sind. Dort erfahre ich, was bei mir im Bezirk und vor Ort passiert. Vieles davon findet in den großen Medien gar keinen Platz. Ich lese von Menschen, die ich persönlich kenne, von engagierten Vereinen, von wichtigen regionalen Themen, das ist mir wichtig. Und ich erfahre von Entwicklungen, die für unsere Region von Bedeutung sind. Genau das leisten regionale Medien."
Nationalrats-Abgeordnete Rosa Ecker, Saxen (FP)
"Kostenlose Regionalmedien sind für die Gemeinden ein wichtiger Informationspartner", findet auch Schwertbergs Bürgermeister Max Oberleitner (VP). "Gerade MeinBezirk begleitet das Geschehen in Schwertberg hautnah und berichtet über das, was unsere Region bzw. die Schwertberger:innen bewegt. Ich schätze die hohe Qualität des Redaktionsteams, die ausgewogene Berichterstattung und die Vorankündigung unserer Events."
- Bürgermeister Max Oberleitner, Schwertberg (VP): "MeinBezirk berichtet über das, was unsere Region bewegt."
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Oberleitner meint: "Bei MeinBezirk wird dem Vereins-, Kultur- und Gemeindeleben ein hoher Stellenwert eingeräumt. Das ist für die Menschen vor Ort und für mich als Bürgermeister von großem Wert." Er wünscht sich, dass mit jenen Medien, die sich durch den aktuellen Gesetzesentwurf benachteiligt fühlen, das Gespräch gesucht wird. "Eine breite Medienvielfalt und eine starke regionale Berichterstattung sind für unsere Demokratie und das Zusammenleben in den Gemeinden von großer Bedeutung."
"Mein Motto als Bürgermeister lautet: ‚Durchs Reden kommen die Leute zusammen - mit etwas Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten sollten auch Lösungen möglich sein.‘ Rahmenbedingungen und Gesetze müssen von Zeit zu Zeit an neue Entwicklungen angepasst werden – gerade die Medienlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Deshalb hoffe ich, dass die Anliegen von MeinBezirk nochmals sorgfältig geprüft und bewertet werden. Eine breite Medienvielfalt und eine starke regionale Berichterstattung sind für unsere Demokratie und das Zusammenleben in den Gemeinden jedenfalls von großer Bedeutung."
Bürgermeister Max Oberleitner, Schwertberg (VP)
- Alexander Leutgeb, Bürgermeister von Baumgartenberg (SPÖ): "Kostenlose Regionalmedien sind gerade im ländlichen Raum unverzichtbar."
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"Kostenlose Regionalmedien sind gerade im ländlichen Raum unverzichtbar, weil sie über Gemeinden, Vereine, Schulen, Feuerwehren und Veranstaltungen berichten und damit regionale Themen für alle Menschen sichtbar machen", sagt Alexander Leutgeb, Bürgermeister von Baumgartenberg (SP). "An MeinBezirk schätze ich besonders die unmittelbare, verlässliche und sachliche Zusammenarbeit sowie die starke Verankerung in der Region."
"Kostenlose Regionalmedien sind gerade im ländlichen Raum unverzichtbar, weil sie über Gemeinden, Vereine, Schulen, Feuerwehren und Veranstaltungen berichten und damit regionale Themen für alle Menschen sichtbar machen."
Alexander Leutgeb, Bürgermeister von Baumgartenberg (SP)
Leutgeb sehe den Gesetzesentwurf "differenziert", weil die Medienförderung insgesamt deutlich erhöht wird. "Kostenlose Regionalmedien sind nicht generell ausgeschlossen, sondern nur von der Zustellförderung, die für abonnierte Zeitungen vorgesehen ist. Wichtig ist, dass kostenlose Regionalmedien auch künftig über das Leben in den Gemeinden berichten können und regionale Themen sichtbar machen", so der Baumgartenberger Ortschef.
Ungleichgewicht verschärft sich
Insgesamt sieht der Gesetzesentwurf tatsächlich eine deutliche Aufstockung der Mittel vor, von der Kaufzeitungen jedoch überproportional profitieren. Gratismedien erhielten schon bisher nur einen Bruchteil der bestehenden Medienförderungen – trotz ihrer hohen Reichweiten insbesondere in ländlichen Regionen und ihrer wichtigen Rolle in gesellschafts- und demokratiepolitischer Hinsicht. Mit der vorgelegten Medienförderung neu würde sich das Ungleichgewicht verschärfen. Mehr dazu hier:
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