UPDATE: Große Welle der Hilfsbereitschaft für Asylwerber: Alle gesuchten Gegenstände gespendet.

Pfarrhof Pabneukirchen

UPDATE. PABNEUKIRCHEN. Gisela Binder ist überaus erfreut und teilt der BezirksRundschau mit: "Alle gesuchten Gegenstände, die man für die Asylwerber im Pfarrhof benötigt, wurden abgegeben. Dafür einen großen Dank und großes Lob, dass so schnell geholfen wurde."
Haltbare Lebensmittel können im Geschäft Aschauer weiterhin gekauft werden. Die gekauften Lebensmittel werden im Kaufhaus gelagert und müssen nicht in den Pfarrhof gebracht werden.
Wie kann man künftig die Asylwerber unterstützen, wurde die BezirksRundschau mehrmals gefragt. Eine Möglichkeit von vielen: Kaufen Sie Einkaufsgutscheine von Aschauer und geben Sie diese im Pfarrhof ab.
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ALLE GEGENSTÄDE BEREITS ABGEGEBEN. DANKE!!!!
Es fehlt viel - Pfarrhof wird für Flüchtlinge eingerichtet
UPDATE. Mitteilung der Pfarre Pabneukirchen: Da in kürzester Zeit sieben Flüchtlinge die Pfarrhofwohnung beziehen werden, suchen wir sehr DRINGEND folgende Gegenstände:
1 Waschmaschine
1 Kühlschrank
1 Eckbank mit Tisch und 7 Sessel (müssen nicht gleiche Sessel sein)
3 Lampen
1 Bügeleisen
1 Bügeltisch
Hand- und Badetücher
Geschirrtücher
Polster
Steppdecken
Matratzenschoner
2 Flügeltrockner zum Wäsche trocknen
Geschirr:
Besteck
Kochlöffel, Schneebesen, Schöpfer, …..
Töpfe
Pfannen
Wasserkocher
Zum Putzen:
Aufwischbesen, Aufwischfetzen, Kübel, …
Besen zum Kehren, Kehrschaufel
Lebensmittel zur Starthilfe die haltbar sind:
Mehl, Reis, Nudeln, Zucker, …….

Bitte bei Gisela Binder melden! Tel. Nr. 0664/581 68 20 von 17 – 19 Uhr

PABNEUKIRCHEN. Im Pfarrhof Pabneukirchen werden sieben bis acht Flüchtlinge untergebracht. „Da im Sommer die Pfarrhofwohnung frei wird und sich bisher niemand beworben hat, hier einzuziehen, haben wir bei der Pfarr-Gemeinderatssitzung folgenden Beschluss gefasst: Die Pfarrhofwohnung stellen wir Flüchtlingen zur Verfügung. Die Wohnung wird an die Caritas vermietet und der Mietvertrag ist vorerst auf ein Jahr befristet“, informiert Pfarrassistent Josef Rathmaier in einer Aussendung.
Die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt die Caritas. Die Pfarre sucht dringend ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich um die Asylanten kümmert. Ganz wesentlich ist das Erlernen der deutschen Sprache. Personen, die sich vorstellen können, hier mitzuwirken, sollen sich im Pfarramt melden.
Finanziert wird die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge vom Bund und Land. Die Caritas bekommt pro Asylsuchenden und Tag 19 Euro. Sie muss damit Mietkosten, Personalkosten und auch das Taggeld, das ein Flüchtling pro Tag bekommt (5,50 Euro) bestreiten. Für die Flüchtlingsbetreuung wird kein Cent von Spendengeldern verwendet. Die Flüchtlinge müssen sich im Pfarrhof selber versorgen (einkaufen, kochen, putzen usw.).
Die Nachbarn wurden sofort nach dem Beschluss des Pfarr-Gemeinderates über die neuen Mieter informiert.
(Quelle: Gemeinsame Aussendung Pfarre und Gemeinde)

Hier die Aussendung in Originallänge:

GEMEINSAME AUSSENDUNG DER PFARRGEMEINDE UND MARKTGEMEINDE ZUR FLÜCHTLINGSAUFNAHME
Geschätzte Pabneukirchner/innen, Mitbürger!
Laut UNHCR-Statistik von Ende 2014 befinden sich weltweit ca. 60 Millionen Menschen auf der Flucht! Beinahe 2/3 (über 38 Millionen) sind Binnenflüchtlinge, also Vertriebene im eigenen Land. Täglich machen sich über 42.500 Menschen auf die Suche nach Frieden und Sicherheit. Etwa 86 Prozent aller Flüchtlinge leben in Entwicklungsländern!
Die meisten Flüchtlinge (die vor allem vor dem IS-Terror fliehen) stammen aus Syrien (3,9 Mio), Afghanistan (2,6 Mio) und Somalia (1,11 Mio). Die größten Aufnahmeländer sind Türkei (1,6 Mio), Pakistan (1,51 Mio) und Libanon (ein Land kleiner als OÖ - 1,15 Mio).
Seit Anfang diese Jahres hat sich die Situation weiter verschärft. Viele dieser Menschen lassen alles zurück, nehmen Lebensgefahr und Entbehrungen auf sich, um ein sicheres Land zu erreichen. Zu glauben, wir können die Grenzen dicht machen oder alle zurück schicken oder abschieben, ist Illusion. Und allein mit populistischen Ansagen und menschenverachtenden Reden und Postings ist überhaupt kein Problem gelöst, sondern werden nur Ängste und Unfriede geschürt. Vor allem die wirtschaftlichen Argumente sind keine Argumente! OÖ hat heute ca. 1,4 Mio Einwohner, in den Jahren 1945/46 unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkrieges - in größter Armut - beherbergte diese Land über 2 Mio! Nach dem ungarischen Volksaufstand 1956 gab Österreich 180.000 Flüchtlingen Unterschlupf; 1968 nach Niederschlagung des „Prager Frühlings“ kamen 162.000 Tschechen und Slowaken zu uns. Nach dem Zerfall Jugoslawiens und den folgenden Balkankriegen kamen rund 108.000 Flüchtlinge zu uns. Über 2 Millionen Flüchtlinge sind seit 1945 bei uns gelandet, rund 700.000 sind geblieben, integrieren sich früher oder später und leisten ihre Beiträge zum Wirtschafts- und Sozialstaat Österreich. Ohne diese Zuwanderung wäre Österreich geschrumpft. Die anderen sind zurück in die Heimat oder in andere Teile der Erde gesiedelt. Man kann davon ausgehen, dass dies auch weiterhin so sein wird.
(Alle Zahlen von www.unhcr.at und www.bmi.gv.at. Auch auf den Homepages von Caritas, Volkshilfe, Diakonie, Rotes Kreuz, findet jeder (der will) sachliche Informationen!)
Nur ein Bruchteil der Lebensmittel, die bei uns verderben, weg geworfen werden oder vernichtet - weil nicht verkauft - werden, würde ausreichen, um alle Asylsuchenden, die sich derzeit im Land befinden „durchzufüttern“!
In den 1990er und Anfang der 2000er-Jahre haben wir auch in Pabneukirchen bis zu über 60 Flüchtlinge gleichzeitig beherbergt. Da denke ich, dass wir auch jetzt einige „verkraften“ werden! Ich weiß schon, dass nun andere Zweifel und Ängste vor dem Unbekannten dazu kommen: kulturelle und ethnische Herkunft, Religion usw. und es ist ganz verständlich, wenn die Situation aus nächster Nähe mehr Unbehagen verursacht als aus weiterer Entfernung.
Schon seit Monaten sind wir auch in den Gemeinden aufgerufen, nach möglichen Quartieren Ausschau zu halten, mit der Pfarrleitung war ich seit einiger Zeit diesbezüglich in Verbindung. Die Entscheidung des PGR hat sich mit der Drucklegung des Bürgermeisterbriefes überschnitten, darum ist die dortige Einschaltung bezügl. Vermietung nicht mehr aktuell. Aktuell ist aber nach wie vor die verzweifelte Suche der Bezirkshauptmannschaft nach Übergangsquartieren. Am Montag war das Thema in der Bürgermeisterkonferenz zum wiederholten Mal auf der Tagesordnung. Wir sind aufgerufen, in der schwierigen Situation als Mitmenschen zu reagieren und zu helfen! Die Situation ist wie sie ist und wir müssen uns den Tatsachen stellen!
IM BEZIRK SIND ÜBER DIE BEIDEN GROSSQUARTIERE IN BAD KREUZEN UND ST.NIKOLA HINAUS BIS JETZT IN 8 GEMEINDEN ASYLANTEN UNTERGEBRACHT UND ALLE BETROFFENEN BÜRGERMEISTER BERICHTEN ÜBEREINSTIMMEND, DASS VOR ALLEM IN DIESEN KLEINEREN QUARTIEREN BIS ZU ETWA 30 PERSONEN SO GUT WIE KEINE PROBLEME AUFTRETEN, DASS DIE ÖRTLICHE BEVÖLKERUNG, WENN EINMAL KONTAKT GESCHLOSSEN WURDE, ENORM HILFT UND DIE FLÜCHTLIGE ÜBER ALLE MASSEN DANKBAR SIND UND VIELFACH AUCH GERNE BEI VIELFÄLTIGEN HILFSDIENSTEN (soweit sie dies wegen der Gesetzeslage dürfen) ODER BEI FESTEN UND FEIERN MITHELFEN. ICH ERSUCHE EUCH PABNEUKIRCHNER/INNEN: TRETEN WIR DEN FLÜCHTLINGEN MIT RESPEKT UND WOHLWOLLEN GEGENÜBER, DANN WERDEN WIR DOCH DIE HERAUSFORDERUNG GENAU SO MEISTERN, WIE ANDERE ORTE!
Euer Bürgermeister Johann Buchberger

GEMEINSAME AUSSENDUNG DER PFARRGEMEINDE UND MARKTGEMEINDE ZUR ASYLANTENAUFNAHME
Liebe Pabneukirchnerinnen und Pabneukirchner!

Das Thema Flüchtlinge und die Unterbringung der Asylsuchenden ist derzeit ein riesengroßes Thema und eine enorme Herausforderung für unser ganzes Land. Eine Menge Politiker haben hier durch ihre Meldungen leider Angst und Misstrauen gesät. Der Kirche wird andererseits vorgeworfen, oftmals nur schön zu reden, aber selber nichts beizutragen für eine Veränderung dieser Situation. Wir von der Pfarre Pabneukirchen tun etwas. Schon seit September 2014 sucht der PGR und auch die Gemeinde nach einem Flüchtlingsquartier in Pabneukirchen.
Da im Sommer die Pfarrhofwohnung frei wird und sich bisher niemand beworben hat, hier einzuziehen, haben wir bei der Pfarrgemeinderatssitzung am 25. Juni 2015 folgenden Beschluss gefasst: "Die Pfarrhofwohnung stellen wir für Flüchtlinge zur Verfügung. Die Wohnung wird an die Caritas vermietet und der Mietvertrag ist vorerst auf ein Jahr befristet."
Frau Margarete Aschauer, Teamleiterin der Flüchtlingsbetreuer/innen der Caritas hat uns bei der PGR-Sitzung genau informiert. Dieses Gespräch war auch die Basis für die Entscheidung im Pfarrgemeinderat.
Am nächsten Tag gab es eine Information für die Nachbarn.
Es werden 7-8 Personen in der Wohnung untergebracht. Wenn eine Familie in dieser Zeit eine Wohnung sucht, wird eine Familie bei uns aufgenommen. Aber in erster Linie sind es junge Männer, die nach Österreich geflüchtet sind. Die meisten von ihnen haben vorher ihre Familie in ein möglichst sicheres Nachbarland gebracht (Grund: Die Kosten der Flucht) und sind dann nach Österreich geflüchtet. Sobald sie einen positiven Asylbescheid bekommen, werden sie ihre Familie nachholen.
Nach dem positiven Asylbescheid haben die Flüchtlinge noch vier Monate Zeit bis zum Ausziehen aus dieser Wohnung. In dieser Zeit müssen sie selbst eine Wohnung und Arbeit finden.
Die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt die Caritas, die u.a. auch die Flüchtlinge in St.Georgen, St.Nikola und Waldhausen betreut. Zirka 2-3 Mal in der Woche kommt jemand vorbei und kümmert sich um die Anliegen der Asylsuchenden. Sollten Probleme auftauchen, kommt sofort jemand vorbei. Was es aber zusätzlich ganz dringend braucht, sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich ebenfalls um diese Menschen kümmern. Ganz wesentlich für sie ist das Erlernen der deutschen Sprache. Ohne die deutsche Sprache haben sie auch auf dem Arbeitsmarkt keine Chance. Personen, die sich vorstellen können, hier mitzuwirken, sollen sich im Pfarramt melden.
Finanziert wird die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge vom Land und Bund. Die Caritas bekommt pro Asylsuchendem und Tag € 19,--. Sie muss damit die Mietkosten, Personalkosten und auch das Taggeld, das ein Flüchtling pro Tag bekommt (€ 5,50), bestreiten. Für die Flüchtlingsbetreuung wird kein Cent von Spendengeldern verwendet. Die Flüchtlinge müssen sich selber versorgen (einkaufen für den täglichen Bedarf, kochen, waschen, putzen...)
In vielen Gemeinden, in denen Flüchtlinge auf ihren Asylantrag warten, gibt es positive Beispiele. Ich denke, dass es auch in unserer Gemeinde so sein wird.
Ihr Pfarrassistent Josef Rathmaier

Autor:

Robert Zinterhof aus Perg

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