20.10.2016, 10:09 Uhr

Perger bei UN-Veteranen-Treffen in Graz

ÖKB-Stmk Präsident Karl Petrovitz, ein Fahnenjunker und VÖP/LL Vzlt iR Rudolf Tischlinger (Foto: Privat)
PERG, GRAZ. Zu einem Treffen ehemaliger Peacekeeper, die ab 1964 im Rahmen der UNFICYP (United Nations Fors in Cyprus) auf Zypern ihren Dienst versahen (es waren insgesamt bis dato rund 16000 Österreicher) – kam es am Freitag, 14. Oktober 2016, in der Grazer Belgier Kaserne. Viele der Österreichischen UN-Soldaten, die im Juni 1974 oder schon zuvor im Austrian Field Hospital ( AFH) im Einsatz standen, waren bei diesem Treffen anwesend.

Gedenkandacht an Verstorbene

Mit großem Engagement wurde dieses österreichweite Treffen der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper vom Bereichsleiter der Landesgruppe Steiermark-Graz, Vizeleutnant Johannes Wenzl, vorbereitet und von ihm und – aufgrund der Sparmaßnahmen des Heeres – von seinen Familienangehörigen bestens organisiert. Nach einer Gedenkandacht, welche der 184 Soldaten (davon 16 Österreicher) die im Dienste des Friedens in Zypern ums Leben kamen galt, wurde durch MilObKurat Sascha Kaspar in die Campkirche geladen und danach im Festsaal der Belgier Kaserne Platz genommen.

Unter den Militärs waren u. a. General a. D. Günther Greindl, Generalmajor Andreas Pernsteiner, der Militärattaché d. Republik Zypern, Oberst Antonios Demetriades, Brigadier Gerhard Peternell, Gunther Peternell, die Obristen Max Pacher-Theinburg, Wolfgang Wildberger, Sigmund Uray sowie seitens der Unteroffiziersgesellschaft Steiermark, Präsident Vizeleutnant Othmar Wohlkönig sowie auch der Korpsführer des k. & k. Feldjägerbataillon Nr. 9, Vizeleutnant i.R. Peter Bärnthaler der Einladung gefolgt.

Bedeutung der Friedenseinsätze

Die politische Prominenz waren mit Landtagspräsidentin Bettina Vollath, Bundesrat Gregor Hammerl – in Vertretung von Landeshauptmann Schützenhöfer, 3. Landtagspräsident Gerhard Kurzmann und Gemeinderätin Ingrid Heuberger – in Vertretung des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl – vertreten.
Ebenso waren der ÖKB Stmk mit Präsident Karl Petrovitz und LSchriftführerin Renate Haring, sowie fünf Fahnentrupps vor Ort.
In den Reden der Politiker kamen vor allem die Bedeutung der Friedenseinsätze zum Vorschein, die einen ausgezeichneten Ruf – vor allem am Balkan – erwirkten. Alle Sprecher bekannten sich zu einem motivierten und einsatzbereiten Heer. Konstantin Risovalis, seit 33 Jahren Präsident der Österreichisch-Griechischen Gesellschaft, war es vorbehalten als zypriotischer Vertreter Dankesworte an die Friedenserhalter zu richten und freute sich, dass es zu diesem zweiten österreichisch-griechisch-zypriotischen Treffen gekommen ist.

Engpass beim Heer begegnen

Generalmajor Pernsteiner, der vor 30 Jahren selbst auch in Zypern Dienst versah, stellte anerkennend fest, dass das Bundesheer erstmals eine Steigerung des Budgets erfahre und man so dem Engpass in materieller und personeller Hinsicht begegnen könne – natürlich muss auch das Personal mit dem Gerät konform gehen. VÖP-Präsident General Günther Greindl betonte, dass sich die österreichischen Soldaten in Zypern durch ihre Professionalität des Einsatzes große Wertschätzung erarbeitet haben, die sich auch durch die Verleihung des Friedensnobelpreises widerspiegeln. Er freute sich über das Zustandekommen dieses Kameradschaftsabends und dankte vor allem Vizeleutnant Wenzl und seinem Team für die hervorragende Organisation. Es gelte – gerade in den Krisenzeiten um uns herum – die Sicherheit in Österreich sicherzustellen, aber niemals Inlandseinsätze gegen Auslandseinsätze gegeneinander „auszuspielen“. Das komplexe System „Peacekeeping“ erwarte zudem auch eine vermehrte Einbindung von Frauen in friedenserhaltende Missionen.

Mit dem griechischen Tanzverein „Choreftikos Omilos Graz“ wurde den Gästen Freude und Spaß mit verschiedensten Volkstänzen mit gleich drei Tanzlehrern – in Originaltracht – vermittelt. Natürlich durfte dabei ein zypriotisches Abendmahl mit Moussaka, Dolmades, Souvlaki, Baklawa, Halloumi, Gyros – dazu Maphrodaphne-Wein und das Nationalgetränk „brandysour“ etc. nicht fehlen.
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