Höhlengeist Albin Tauber
100 Jahre im Bann der einzigartigen Nixhöhle

Höhlenführer Albin Tauber ist seit 24 Jahren enthusiastisch und ehrenamtlich in der Tiefe der Nixhöhle unterwegs. | Foto: Lina Chalusch
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  • Höhlenführer Albin Tauber ist seit 24 Jahren enthusiastisch und ehrenamtlich in der Tiefe der Nixhöhle unterwegs.
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Die Nixhöhle im Pielachtal feiert ihr 100-jähriges Bestehen, ein Jubiläum, das eng mit einem Namen verbunden ist: Höhlenführer Albin Tauber. Seit 24 Jahren begleitet er Besucher durch die beeindruckende Tropfsteinhöhle im Kalkgestein und kennt jeden Winkel seines „zweiten Zuhauses“.

FRANKENFELS. Bei einer exklusiven Führung mit MeinBezirk steigt er gemeinsam mit der Redakteurin Lina Chalusch in die Tiefe der Höhle hinab. „531 Stufen sind es und jedes Jahr fühlt es sich an, als würden es mehr werden“, erzählt Tauber lachend. Der liebevoll als „Höhlengeist“ bezeichnete Führer zeigt dabei stolz die Rundungen der schönen Vertiefung und erklärt die Besonderheiten der Naturerscheinungen. Besonders eindrucksvoll erklärt er die Herkunft des Höhlennamens: „Das weiße nichts, Nihilum album, im Volksmund ‚Nix“, das sich in der Höhle abgelagert hat, gab der Höhle ihren Namen. Diese Ablagerungen machen die Höhle außergewöhnlich.", erzählt er mit einem Blick an die Decke. Ebenso sieht man hier auch die seltsamen „Zipfelmützenkolke“, die es in dieser Art nur in wenigen anderen Höhlen gibt.

24 Jahre Höhlengeist

Ein abschließendes Highlight der Führung ist eine kleine, unter seiner Leitung errichtete Treppe, die hinaus ins Freie führt. Dort öffnet sich eine Aussichtsplattform mit Blick auf den Ötscher, die zum Verweilen einlädt. Der Erhalt dieses kleinen Naturguts hängt maßgeblich vom ehrenamtlichen Engagement ab. Das Projekt lebt von Menschen, die ihre Zeit und ihr Wissen unentgeltlich zur Verfügung stellen und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung der Natur vor Ort leisten.

„Das weiße nichts, Nihilum album, im Volksmund ‚Nix“, das sich in der Höhle abgelagert hat, gab der Höhle ihren Namen. Diese Ablagerungen machen die Höhle außergewöhnlich.", erzählt Tauber mit einem Blick an die Decke. | Foto: Lina Chalusch
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Tauber selbst ist seit über zwei Jahrzehnten ehrenamtlich Teil der Höhlengeschichte. „Es hat sich einfach so ergeben und mich sofort fasziniert“, erzählt er. Gemeinsam mit einem Kollegen führt er bis heute Besucher, besonders Schulklassen, durch die Höhle. Doch die Zukunft ist ungewiss: „Wir suchen seit Jahren dringend Höhlenführernachwuchs“, betont er. Ohne neue engagierte Kräfte könnte der Betrieb langfristig nicht aufrechterhalten werden. Mit einem Schmunzeln fügt er hinzu: „Ich sage seit Jahren, heuer gehe ich in Pension und dann geht es noch ein Jahr weiter.“ Doch irgendwann wird es tatsächlich das letzte Mal sein. Ob es danach ein 101. Jahr der Schauhöhle Nixhöhle geben wird, bleibt offen. Tauber hofft es jedenfalls: „Jetzt ist es an der nächsten Generation.“

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