100 Jahre Wachstum und Leben
Feier der Missionsärztlichen Schwestern
- Zelebriert wurde die Heilige Messe unter anderem von Pfarrer Dr. Otto Walch und Dekan Franz Neuner.
- Foto: Elisabeth Zangerl
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Anna Dengel war eine Sozialpionierin. Geboren 1892 in Steeg gründete die Ärztin 1925 die Ordensgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern, in der noch heute 430 Schwestern in 23 Ländern der Welt wirken. Das 100-jährige Bestehen des Ordens wurde u.a. am 10. Mai in der Heimatgemeinde von Anna Dengel unter Beisein zahlreicher Missionsärztlicher Schwestern aus aller Welt gefeiert.
STEEG. (lisi). Ihr Wirken trägt noch heute auf der ganzen Welt Früchte, weswegen Anna Dengel (noch zu Lebzeiten) zur Ehrenbürgerin von Steeg als auch zur Ehrenringträgerin des Landes Tirol ernannt wurde. Als junge Frau zog sie von Tirol aus in die weite Welt, um Menschen in ärmeren Regionen der Welt zu helfen, entgegen aller Hindernisse, die sie dabei bewältigen musste. So erreichte sie mit viel Hartnäckigkeit etwa die Änderung des Kirchenrechts - zuvor war es Ordensfrauen nicht gestattet, als Ärztinnen tätig zu sein.
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„Wir sind dankbar für 100 Jahre Wachstum und Leben, angetrieben durch die Liebe“
, lautete eine Eingangsbotschaft im Rahmen eines vorausgegangenen Gottesdienstes in der Kirche, in der Anna Dengel einst getauft wurde: Der Pfarrkirche Steeg.
- Anna Dengel wurde einst in der Pfarrkirche Steeg getauft - 100 Jahre nach ihrer Ordensgründung wurden die Feierlichkeiten genau hier begangen.
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Zelebriert haben diese Heilige Messe unter anderem Pfarrer Dr. Otto Walch und Dekan Franz Neuner.
- Zelebriert wurde die Heilige Messe unter anderem von Pfarrer Dr. Otto Walch und Dekan Franz Neuner.
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Zur Feier vereinte sich die Weltkirche in Steeg, darunter Schwestern aus Asien (Pakistan, Indien, Philippinen), aus Südamerika oder Afrika (Kenia, Malawi, …), weiters aus Europa, etwa aus den Niederlanden, Deutschland und weiteren Ländern.
- Zur Feier vereinte sich die Weltkirche in Steeg, darunter Schwestern aus Asien (Pakistan, Indien, Philippinen), aus Südamerika oder Afrika (Kenia, Malawi, …), aus den Niederlanden, Deutschland und weiteren Ländern.
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Eine tief verwurzelte Gottesbeziehung
Die feierliche Eröffnung der anschließenden Feier im Gemeindesaal nahm der Steeger Bürgermeister Günther Walch vor.
- Günther Walch, der Bürgermeister aus Steeg nahm die Begrüßung vor.
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In diesem Rahmen richtete auch Schwester Ilsemarie Weiffen, die neue Ordensreferentin der Diözese Innsbruck, Grußworte an die Anwesenden:
„Anna Dengel war eine Pionierin, die Unmögliches möglich gemacht hat“
und:
„Ich bin davon überzeugt, dass man das nur mit einer tief verwurzelten Gottesbeziehung schaffen kann.“
- Im Rahmen der anschließenden Feier richtete Schwester Ilsemarie Weiffen, die neue Ordensreferentin der Diözese, Grußworte an die Anwesenden im Gemeindesaal.
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Referiert hat im Rahmen dieser Feierlichkeit auch Lena Nicklas vom Naturpark Tiroler Lech über Flora und Fauna einer der letzten noch vorhandenen Wildflusslandschaften, ebenso wie Reinhard Heiserer vom Verein Freunde Anna Dengel. Der gebürtige Pflacher traf 2007 bei einer Projektreise in Ghana auf die Missionsärztlichen Schwestern. Beeindruckt vom Wirken der Schwestern und in Erinnerung daran, dass er selbst wie Ordensgründerin Anna Dengel aus dem Tiroler Außerfern stammt, gründete er 2012 den „Verein Freunde Anna Dengel“. Ein Anliegen des Vereins: Das Leben und Wirken der großen Tirolerin in ihrer Heimat wieder stärker in Erinnerung zu rufen und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Der Verein hat unter anderem ein Theaterstück sowie ein Buch initiiert („Das Unmögliche wagen” von Ingeborg Schödl), weiters Anna-Dengel-Holzstatuen in Auftrag gegeben. Informationen über Mitgliedschaften und Co finden Sie unter: www.freundeannadengel.at
„Feuer und Flamme“
Reinhard Heiserer informierte u.a. darüber, dass die schottische Ärztin Dr. Agnes McLaren eine der größten Förderinnen von Anna Dengel war, obwohl sich die beiden Damen nie persönlich kennengelernt haben – ein weiterer, großer Förderer war Pater Rimmel, er war derjenige, der sie einst darin bestärkte, einen eigenen Orden zu gründen. Gegründet hat sie 1927 auch eine eigene Zeitung, um wichtige Inhalte zu kommunizieren.
- Reinhard Heiserer (Obmann Verein Freunde Anna Dengel) informierte über das Leben und Wirken von Anna Dengel.
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Schöne Worte über Anna Dengel verlor auch Schwester Agnes Lanfermann, die als Missionsärztliche Schwester für das Bistum Limburg tätig ist, sie erklärte abschließend einen Leitsatz, den man noch heute mit Anna Dengel in Verbindung bringt:
„Sie war Feuer und Flamme, als sie Gott in den Leidenden entdeckte.“
Die musikalische Umrahmung nahm u.a. Paul Hauser vor, für das kulinarische Wohl sorgten freiwillige Helfer:innen vom Sozialkreis Steeg-Kaisers.
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